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	<title>Kommentare zu: Konrad Adenauer Stiftung: Talentschuppen 2007</title>
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	<description>Politik in der digitalen Gesellschaft</description>
	<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 22:06:48 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Christian Echle</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/konrad-adenauer-stiftung-talentschuppen-2007/#comment-137267</link>
		<dc:creator>Christian Echle</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 16:15:53 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Markus, hallo Claudia,

als einer der Organisatoren des Talentschuppens finde ich es sehr bedauerlich, dass Markus' wohlwollende Bemerkung &#252;ber die Veranstaltung durch die negativen Erfahrungen aus dem Stipendiatinnenleben einer Nichtteilnehmerin entwertet werden soll.

Denn der Talentschuppen war tats&#228;chlich eine Veranstaltung, auf der offen und ungezwungen &#252;ber die wichtigsten Themen der Zukunft Deutschlands diskutiert wurde. Ich habe aus keinem Panel "plump-dumme" Stammtischparolen geh&#246;rt, ebensowenig wurden dort Scheuklappen aufgesetzt, die nur die CDU-Sicht zulassen. Ich denke es ist den meisten Menschen in unserer Generation bewusst, dass keine Partei die perfekte L&#246;sung f&#252;r jedes politische Problem zu bieten hat. Dass man sich dennoch f&#252;r die Partei engagiert, die nach der eigenen Ansicht die meisten richtigen Antworten hat, finde ich pers&#246;nlich positiv, und ich kann daraus weder einen Hang zur Profilierungssucht noch eine Tendenz zu undemokratischem Abstimmungsverhalten herleiten.

Nat&#252;rlich kann ich Claudias Erfahrungen mit ihrer Stipendiatengruppe nicht widerlegen. Aber diese Gruppen als Vereine darzustellen, in denen "nicht Falsches" gesagt werden darf, wenn "unser Rechtsstaat mit jungkonservativen F&#252;&#223;en getreten wird", halte ich zumindest f&#252;r fragw&#252;rdig. Ich habe bei der KAS bisher noch nie eine Diskussion erlebt, in der die Rechtsstaatlichkeit missachtet worden ist. Gleiches gilt f&#252;r fremde Positionen, die mit guter Argumentation vorgebracht werden. Ich hoffe, dass auch Claudia diese Erfahrung macht, wenn sie in Zukunft nicht mehr "den Mund h&#228;lt". Denn das ist ja immernoch die beste Voraussetzung f&#252;r einen guten Dialog.

Christian</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Markus, hallo Claudia,</p>
<p>als einer der Organisatoren des Talentschuppens finde ich es sehr bedauerlich, dass Markus&#8217; wohlwollende Bemerkung &#252;ber die Veranstaltung durch die negativen Erfahrungen aus dem Stipendiatinnenleben einer Nichtteilnehmerin entwertet werden soll.</p>
<p>Denn der Talentschuppen war tats&#228;chlich eine Veranstaltung, auf der offen und ungezwungen &#252;ber die wichtigsten Themen der Zukunft Deutschlands diskutiert wurde. Ich habe aus keinem Panel &#8220;plump-dumme&#8221; Stammtischparolen geh&#246;rt, ebensowenig wurden dort Scheuklappen aufgesetzt, die nur die CDU-Sicht zulassen. Ich denke es ist den meisten Menschen in unserer Generation bewusst, dass keine Partei die perfekte L&#246;sung f&#252;r jedes politische Problem zu bieten hat. Dass man sich dennoch f&#252;r die Partei engagiert, die nach der eigenen Ansicht die meisten richtigen Antworten hat, finde ich pers&#246;nlich positiv, und ich kann daraus weder einen Hang zur Profilierungssucht noch eine Tendenz zu undemokratischem Abstimmungsverhalten herleiten.</p>
<p>Nat&#252;rlich kann ich Claudias Erfahrungen mit ihrer Stipendiatengruppe nicht widerlegen. Aber diese Gruppen als Vereine darzustellen, in denen &#8220;nicht Falsches&#8221; gesagt werden darf, wenn &#8220;unser Rechtsstaat mit jungkonservativen F&#252;&#223;en getreten wird&#8221;, halte ich zumindest f&#252;r fragw&#252;rdig. Ich habe bei der KAS bisher noch nie eine Diskussion erlebt, in der die Rechtsstaatlichkeit missachtet worden ist. Gleiches gilt f&#252;r fremde Positionen, die mit guter Argumentation vorgebracht werden. Ich hoffe, dass auch Claudia diese Erfahrung macht, wenn sie in Zukunft nicht mehr &#8220;den Mund h&#228;lt&#8221;. Denn das ist ja immernoch die beste Voraussetzung f&#252;r einen guten Dialog.</p>
<p>Christian</p>
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		<title>Von: Claudia Winterbach</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/konrad-adenauer-stiftung-talentschuppen-2007/#comment-134407</link>
		<dc:creator>Claudia Winterbach</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2007 17:29:25 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Markus,

sch&#246;n, dass du diese Erfahrung gemacht hast. Generalisierbar ist sie jedoch nicht, f&#252;rchte ich.

Ich bin aus ungekl&#228;rten Gr&#252;nden vor einem guten Jahr als Stipendiatin bei dem Verein gelandet, damals wohl noch teilkonservativ, heute ticke ich gr&#252;n. Und ich komme mir mit meinen Meinungen bei den Jungkonservativen KASlern hoffnungslos verloren vor.
Anfangs habe ich noch geglaubt, man k&#246;nne selbst in diesem Klientel Gleichgesinnte finden, die zumindest ab und zu Speksis gegen&#252;ber konservativen thinktank-Positionen durchscheinen lassen... ich wurde schnell eines Besseren belehrt. Diskussionen sind fast immer Konsensdiskussionen, "demokratische" Abstimmungen verkommen zur Farce, und Engagement scheint sehr oft nur der Profilierung zu dienen... no clue, ob das bei den Kollegen von SPD, FDP, Gruenen und PDS genauso ist, aber ich kanns mir nicht vorstellen.

Nat&#252;rlich gibt es auch bei der KAS nette Leute. Aber es gibt auch welche, die es drauf haben, bitterschlechte Stimmung gegen einen zu machen wegen einer nicht gern geh&#246;rten Meinungs&#228;u&#223;erung. Die verpflichtenden Treffen w&#228;ren f&#252;r mich eine Mischung aus Karneval und Spie&#223;rutenlauf - sch&#246;n Mitspielen, nichts Falsches sagen... und das w&#252;rde noch zwei Jahre weitergehen bis zu meinem Diplom, wenn ich nicht so die Nase voll h&#228;tte.

Wenn man mit "unseren Themen" die Jungkonservativen nicht mal erreichen kann, wenn man einer von ihnen zu sein scheint... ich wei&#223; nicht, ob deine These dann aufrecht erhalten werden kann. Dein "Erfolg" mag damit zusammenh&#228;ngen, dass "Betreuer", also KAS-Mitarbeiter oder -Referenten anwesend waren, die nat&#252;rlich nicht begeistert sind, wenn ihre Sch&#228;flein plump-dumm statt weltm&#228;nnisch-intellektuell reagieren. Aber lass dir von einer Insiderin gesagt sein, dass man hinter den Kulissen wie eine Verr&#252;ckte behandelt wird, wenn man seine Telefonnummer und EMailadresse. Geburtsdatum und Adresse nicht f&#252;r eine &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Homepage herausr&#252;cken will. Datenschutz als rechtsstaatliches Prinzip interessiert dort nur, wenn pers&#246;nliche Nachteile in Aussicht stehen w&#252;rden.

Zum Gl&#252;ck werde ich das nicht mehr bis zum Diplom durchmachen m&#252;ssen. Ich gehe mal davon aus, dass es sich mit dem Stipendium relativ bald gegessen haben wird, weil ich von jetzt an nicht mehr den Mund halte, wenn unser Rechtsstaat mal wieder im Vorbeigehen durch einen spitzen Kommentar mit jungkonservativen F&#252;&#223;en getreten wird.

Claudia</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Markus,</p>
<p>sch&#246;n, dass du diese Erfahrung gemacht hast. Generalisierbar ist sie jedoch nicht, f&#252;rchte ich.</p>
<p>Ich bin aus ungekl&#228;rten Gr&#252;nden vor einem guten Jahr als Stipendiatin bei dem Verein gelandet, damals wohl noch teilkonservativ, heute ticke ich gr&#252;n. Und ich komme mir mit meinen Meinungen bei den Jungkonservativen KASlern hoffnungslos verloren vor.<br />
Anfangs habe ich noch geglaubt, man k&#246;nne selbst in diesem Klientel Gleichgesinnte finden, die zumindest ab und zu Speksis gegen&#252;ber konservativen thinktank-Positionen durchscheinen lassen&#8230; ich wurde schnell eines Besseren belehrt. Diskussionen sind fast immer Konsensdiskussionen, &#8220;demokratische&#8221; Abstimmungen verkommen zur Farce, und Engagement scheint sehr oft nur der Profilierung zu dienen&#8230; no clue, ob das bei den Kollegen von SPD, FDP, Gruenen und PDS genauso ist, aber ich kanns mir nicht vorstellen.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es auch bei der KAS nette Leute. Aber es gibt auch welche, die es drauf haben, bitterschlechte Stimmung gegen einen zu machen wegen einer nicht gern geh&#246;rten Meinungs&#228;u&#223;erung. Die verpflichtenden Treffen w&#228;ren f&#252;r mich eine Mischung aus Karneval und Spie&#223;rutenlauf - sch&#246;n Mitspielen, nichts Falsches sagen&#8230; und das w&#252;rde noch zwei Jahre weitergehen bis zu meinem Diplom, wenn ich nicht so die Nase voll h&#228;tte.</p>
<p>Wenn man mit &#8220;unseren Themen&#8221; die Jungkonservativen nicht mal erreichen kann, wenn man einer von ihnen zu sein scheint&#8230; ich wei&#223; nicht, ob deine These dann aufrecht erhalten werden kann. Dein &#8220;Erfolg&#8221; mag damit zusammenh&#228;ngen, dass &#8220;Betreuer&#8221;, also KAS-Mitarbeiter oder -Referenten anwesend waren, die nat&#252;rlich nicht begeistert sind, wenn ihre Sch&#228;flein plump-dumm statt weltm&#228;nnisch-intellektuell reagieren. Aber lass dir von einer Insiderin gesagt sein, dass man hinter den Kulissen wie eine Verr&#252;ckte behandelt wird, wenn man seine Telefonnummer und EMailadresse. Geburtsdatum und Adresse nicht f&#252;r eine &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Homepage herausr&#252;cken will. Datenschutz als rechtsstaatliches Prinzip interessiert dort nur, wenn pers&#246;nliche Nachteile in Aussicht stehen w&#252;rden.</p>
<p>Zum Gl&#252;ck werde ich das nicht mehr bis zum Diplom durchmachen m&#252;ssen. Ich gehe mal davon aus, dass es sich mit dem Stipendium relativ bald gegessen haben wird, weil ich von jetzt an nicht mehr den Mund halte, wenn unser Rechtsstaat mal wieder im Vorbeigehen durch einen spitzen Kommentar mit jungkonservativen F&#252;&#223;en getreten wird.</p>
<p>Claudia</p>
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