Köln: Programmierkurs (für Mädchen ab 16 Jahre)

Der Chaos Computer Club Cologne (C4) startet am 20. Oktober zusammen mit den Codebabes einen “Programmierkurs (für Mädchen ab 16 Jahre)“:

Der Kurs will Mädchen und Frauen für den kreativen Umgang mit Technik begeistern. Bereits am 20./21. Oktober findet das Einstiegswochenende statt bei dem alle wichtigen Grundlagen vermittelt werden. Danach wird ab dem 29. Oktober montags zwischen 18:30 Uhr und 21:00 Uhr an fünf Projektabenden ein “Minesweeper” implementiert. Zur unverbindlichen Vorabinformation bieten wir am 18.10. um 19 Uhr einen Infoabend in den Clubräumen des C4 an.

Die Codebabes sind zwei Informatik-Studentinnen aus Aachen. Eine davon, unser langjähriges Clubmitglied Corinna, wird den Kurs leiten und die Programmierkenntnisse vermitteln. Weitere Informationen zu den Voraussetzungen, dem Inhalt, den Mitmachbedingungen und die Anmeldung gibt es auf der Projektwebseite.

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9 Kommentare

  1. erlehmann
    Erstellt am 15. Oktober 2007 um 17:12 | Permanent-Link

    villeicht bin ich ja falsch erzogen worden, aber sollte nicht gerade die (libertäre ?) hackerkultur sich von äußerlichkeiten (wie der tatsache, ob jemand einen penis hat) abgrenzen ?

    macht bald jemand einen programmierkurs für leute mit roten haaren ? stay tuned.

  2. Erstellt am 15. Oktober 2007 um 18:12 | Permanent-Link

    In der Theorie wäre das erstrebenswert. Die Praxis zeigt aber leider, dass zumindest viele männliche Nerds dies noch nicht so verinnerlicht haben. Frauen erzielen in gleichgeschlechtlichen Gruppen bessere Lernerfolge, als wenn männliche Nerds ständig noch etwas erklären wollen aus ihrer Welt. Ausserdem sind die Umgangsformen andere. Insofern begrüsse ich solche Kurse nur für junge Frauen.

  3. erlehmann
    Erstellt am 15. Oktober 2007 um 21:06 | Permanent-Link

    ich erziele bessere lernerfolge, wenn ich von schönen und interessanten (kreativen, intelligenten etc.) menschen umgeben bin. zudem fühle ich mich in unterschiedlichem maße angewidert von hässletten und langweilern. ist einfach so.

    trotzdem fordere ich nicht, kurse nur für menschen einzurichten, die meinem sinn von ästethik entsprechen. selbst wenn ich könnte, würde ich das auch nicht umsetzen. die moral verbietet nämlich derartige diskriminierung.

    auch dieses “ab 16″ (wahlweise “ab 18″ etc. pp.) geht mir gehörig auf die nerven: möglicherweise kenne ich ja die falschen leute, aber darunter sind sowohl hochbegabte vierzehn-, fünfzehn-jährige, als auch sechzehn-, siebzehn-, einundzwanzig-jährige, die offenbar so ungefähr mit zehn jahren aufgehört haben, fragen zu stellen.

    kurz gesagt: eine solche vorauswahl ist meiner meinung nach ein äußerst unnötiges menschengemachtes hindernis und absolut unfair gegenüber denjenigen, die nicht in die jeweiligen kriterien hineingeboren sind. wenn man eine leihmutter sucht, kommt es wohl auf das geschlecht an … aber hier ?

  4. Erstellt am 15. Oktober 2007 um 21:11 | Permanent-Link

    Das ist die leidige Debatte über KO-Education. In diesem Fall finde ich das prima und erfolgsversprechenender, als dass die Teilnehmer(innen) sich um “hässletten” und “Langweiler” kümmern müssen. Im übrigen ist das ja ein gerne genutztes Klischee für (durchaus intelligente) Frauen, sich “Nerds” zu entziehen….

  5. Claudia
    Erstellt am 15. Oktober 2007 um 21:56 | Permanent-Link

    Ich hätte mich über solche Angebote beizeiten gefreut. Die Welt besteht leider zum großen Teil noch immer aus Menschen (ja auch und besonders Männer), die bei Mädchen/Frauen die Lust an Technik effektiv durch psychische Hässlichkeit unterdrücken.

    Viele interessierte Frauen kennen keine (netten) Nerds und werden sich dem Jungs/Männerauflauf aufgrund schlechter Erfahrungen auch nicht aussetzen.

    Das nur als Zustimmung zu der Veranstaltung von einer Frau, die für andere (gemacht) ängstliche Frauen Computer repariert hat und sich ständig mit den tollen und aufgeschlossenen Freunden derselben auseinandersetzen musste.

    Die Welt ist leider nicht so schön, wie wir sie gerne hätten…

  6. Arne
    Erstellt am 15. Oktober 2007 um 22:34 | Permanent-Link

    + wenn man da auch männliche Teilnehmer zulassen würde, wär es bestimmt auch total überfüllt und die Frauen würden nicht zu Wort kommen.

  7. erlehmann
    Erstellt am 15. Oktober 2007 um 23:11 | Permanent-Link

    markus:
    in welchen fällen würdest du es denn nicht zulassen ? wäre es /tatsächlich/ okay für dich, wenn ich einen kurs nur für schöne menschen anbieten würde ? oder müsste ich zuvor mit studien belegen, dass das dem lernerfolg hilft ? meinst du, ein diskriminierungsverbot mache nur bei staatlichen stellen sinn ?

    claudia:
    man soll also, weil die welt nicht nett ist und leute benachteiligt, wiederum leute benachteiligen ? sehe ich nicht ein. meine mathelehrerin war schließlich auch nicht nett und hat mich demotiviert. ich kenne außerdem auch kaum nette nerds; darf ich vorbeikommen ? ;)

    arne:
    genau das ist es ja: du machst das geschlecht zum kriterium und ich finde das nicht gut, weil der umgang mit computern für mich absolut nichts geschlechtsspezifisches ist. die wohl “mädchenhafteste” erfahrung mit rechnern war für mich bisher, als ich mich an den laptop einer bekannten setzte und feststellen musste, dass sie sich ein quietschpinkes thema installiert hatte.

  8. Pylon
    Erstellt am 15. Oktober 2007 um 23:17 | Permanent-Link

    Es ist ja nicht so, dass wir in Köln nur diesen einen Kurs im Jahr anbieten. Ganz im Gegenteil: Jährlich findet das U23 statt, zu dem wir junge und junggebliebene Menschen einladen, im Rahmen eines Hard- oder Softwareprojekts an ein bestimmtes Thema (Mikrocontroller, Web-Security, …) herangeführt zu werden. Oder das OpenChaos als monatliche Bildungsveranstaltung für jeden.

    2xFE ist die logische Weiterentwicklung, um einer bestimmten Gruppe die ausdrückliche Einladung zum Mitwirken in unseren Kreisen auszusprechen. Damit es keine „Brautschau“ werden soll, werden wir Kerle halt mal ein paar Wochen zurückstecken und den Clubraum montags nicht aufsuchen. Wir wollen ja niemanden verunsichern… Mal sehen, ob das klapp und ob das Vorgehen sinnvoll ist. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!

  9. erlehmann
    Erstellt am 16. Oktober 2007 um 02:28 | Permanent-Link

    >Damit es keine „Brautschau“ werden soll,
    … muss man frau durch amtsärztliches attest mindestens 85% heterosexualität nachweisen.

    SCNR.

    nochmal:
    ich stelle nicht in frage, ob es unter umständen pädagogisch sinnvoll sein kann, geschlechtsspezifische gruppen zu bilden. ich behaupte jedoch, dass eine sozialethische problemstellung existiert.

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