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Samstag, 15. Dezember 2007

Bundestrojaner kommt zu Fuß

Und zwar durch einen Zugriff auf die Hardware der Betroffenen:

Zur Terrorabwehr will Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) der Polizei auch die Möglichkeit geben, heimlich in Wohnungen von Verdächtigen zu gehen. «Bei einer terroristischen Bedrohungslage muss es möglich sein, auch ohne das Wissen der Betroffenen Wohnungen zu durchsuchen», sagte er dem Magazin «Focus». Bedingung sei ein richterlicher Beschluss.

19 Comments so far

1. Zipf schrieb am 15. Dezember 2007 um 17:24

Hallo lieber Leser,
damit es hier nicht langweilig wird bei der Treibjagd
die von den Politikern inzwischen auf “uns” veranstaltet wird:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,523556,00.html
Gruss vom
Zipf

2. Der Bundestrojaner : freakiest.de schrieb am 15. Dezember 2007 um 17:38

[...] dem Thema habe ich mich - glaube ich jedenfalls - noch nicht geäußert, aber was ich da auf netzpolitik.org gelesen habe, ist ja wohl einer der Höhepunkte! Zur Terrorabwehr will Niedersachsens Innenminister [...]

3. ninjaturkey schrieb am 15. Dezember 2007 um 19:34

So langsam verlier ich den Überblick. Her gehts doch um den Einzelfall, oder?Gabs bisher bei Verdacht auf terroristische Aktivitäten etwa noch nicht die Möglichkeit, auf richterlichen Beschluss heimlich in eine Wohnung einzudringen und dort ab beliebigen Stellen Abhörmittel anzubringen? Oder besteht der Unterschied darin, dass das auch die Polizei soll und nicht der Staatsschutz? Aber was hat die Polizei eigentlich damit am Hut? Bin gespannt, wann diese Möglichkeit auch für den Hausmeister gefordert wird (natürlich mit richterlichem Beschluss).

4. Sven Geggus schrieb am 15. Dezember 2007 um 20:02

In Verbindung mit dem heimlichen Eindringen in Wohnungen ist das zumindest machbar. Aus Sicht der Leute, die das Problem Bundestrojaner technisch lösen wollen siehts dann aber ziemlich übel aus!

Wenn jemand physikalischen Zugriff auf den Rechner hat kann er quasi alles machen. Am einfachsten wird es wohl sein einen Keylogger dranzustecken oder zu installieren.

IMO ist das zwar eindeutig Hausfriedensbruch, aber was macht das schon %-/

5. Ron schrieb am 15. Dezember 2007 um 21:08

Ich hab irgendwie das Gefühl, dass das Thema Terrorismus gerade nett für die Publicity des ein oder anderen nicht so wirklich bekannten Politikers ist. Ist denn gerade wieder Wahlkampf? Na irgendwie muss man ja bekannt werden - sei es drum.

6. polarity schrieb am 15. Dezember 2007 um 21:45

Also immer schön Aufräumen bevor man außer Haus geht.

7. si tacuisses schrieb am 15. Dezember 2007 um 23:33

Heimliche Durchsuchungen, auch offline…

MfS-Schulungsmaterial wie das Video unten könnte bald wieder im Einsatz sein. Ralf Bendrath verweist bei netzpolitik.org auf einen Beitrag der netzeitung: Zur Terrorabwehr will Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) der Polizei auch die Mögl…

8. si tacuisses - Blog von Markus Hansen schrieb am 15. Dezember 2007 um 23:35

[...] wie das Video unten könnte bald wieder im Einsatz sein. Ralf Bendrath verweist bei netzpolitik.org auf einen Beitrag der netzeitung: Zur Terrorabwehr will Niedersachsens Innenminister Uwe [...]

9. syberia schrieb am 16. Dezember 2007 um 1:48

Geht’s noch?! Ich würde gerne so manchem Politiker, von dem ich mich terroristisch bedroht fühle, leise, still und heimlich einen Hausbesuch abstatten und anschließend das mitgedrehte Video bei youtube einstellen…

10. BASCHDI schrieb am 16. Dezember 2007 um 10:54

Terroristische Maßnahmen die hier an den Tag gelegt werden.

11. erlehmann schrieb am 16. Dezember 2007 um 11:05

Ich habe meinen Laptop immer in Griffweite. Brechen die also ein, wenn ich schlafe ?

12. me, myself and i schrieb am 16. Dezember 2007 um 12:39

Also ich mach mir (noch) keine Sorgen bezüglich diesen “Bundestrojaner. Wieso auch? Wenn die erst nach 8 Monaten herausgefunden haben, dass man eine Whois-Abfrage machen kann, um den Namen eines Seitenbetriebers herauszufinden. :D

Quelle:

13. me, myself and i schrieb am 16. Dezember 2007 um 12:40

oops! http://www.heise.de/newsticker/meldung/99105

14. erlehmann schrieb am 16. Dezember 2007 um 14:42

@11: endziel ist letztlich sicher nicht, trojaner zu installieren - wohl eher in salamitaktik die unverletzlichkeit der wohnung zunichte zu machen.

15. Sozialismus des 21 Jahrhunderts schrieb am 16. Dezember 2007 um 17:37

Schönes Video zum Thema Salami-Taktik:

http://de.youtube.com/watch?v=Diq6TAtSECg

16. Online-Razzien - SPD war nie dagegen : SaarBreaker schrieb am 16. Dezember 2007 um 18:13

[...] Bundestrojaner kommt zu Fuß (netzpolitik) [...]

17. Too Much Cookies Network » Im Fall der Fälle schrieb am 17. Dezember 2007 um 12:44

[...] [via] [...]

18. dagobert_duck schrieb am 23. Dezember 2007 um 17:40

auszug aus dem strafgesetzbuch:

http://dejure.org/gesetze/StGB/202c.html

…ist schon lustig, da müssten unsere herren minister und ihre ausführenden behörden schon längst hinter gittern sitzen.

da ja eigentlich alle menschen vor dem gesetz gleich sind :)
theoretisch!!

19. netzpolitik.org: » Die Entscheidung: Online-Durchsuchung beim Bundesverfassungsgericht » Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft. schrieb am 27. Februar 2008 um 0:05

[...] ist die Verwendung von Keyloggern und ähnlicher Hardware. Dazu möchte man in der Union das Recht haben, “ohne das Wissen der Betroffenen Wohnungen” durchsuchen zu können. Das nennt man [...]

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