Interessante Rechtskolumne im Merkur über die aktuelle Sicherheitspolitik und Schäubles Ideologie: Angst essen Seele auf.
Eine freie Gesellschaft, die frei bleiben will, muß die Gefahr ertragen. Sie muß sie auf sich nehmen, wenn nötig, ohne gleich nach dem Sicherheitsstaat, nach Polizei und Militär zu rufen. Erst eine selbstbewußte Gesellschaft, die nicht bei jeder Drohung den Sicherheitsapparaten zusätzliche Vollmachten gibt, kann die innere Angst besiegen. Wenn Opfer gebracht werden müssen, dann möchten wir sie privat und öffentlich beklagen dürfen. Aber eine Metaphysik des Opfers, gar eine staatsrechtliche Opfertheorie des Bürgers, versehen mit dem Weihrauch des »dulce et decorum est pro patria mori«, brauchen wir nicht.






2 Kommentare
wie wahr, wie wahr!
Nur ein Volk was unter Angst leidet kann man kontrollieren.
Angst lenkt vom eigentlichem Geschehen ab.
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[...] Netzpolitik ist in der Kulturzeitschrift Merkur auf eine interessante Kolumne des Rechtshistorikers Michael Stolleis gestoßen. Unter dem Titel “Angst essen Seele auf” hinterfragt Stolleis die aktuelle Sicherheitspolitik. [...]
[...] Netzpolitik weist auf einen Online-Artikel des Merkur hin, der mit dem folgenden sehr schönen Absatz endet: Eine freie Gesellschaft, die frei bleiben will, muß die Gefahr ertragen. Sie muß sie auf sich nehmen, wenn nötig, ohne gleich nach dem Sicherheitsstaat, nach Polizei und Militär zu rufen. Erst eine selbstbewußte Gesellschaft, die nicht bei jeder Drohung den Sicherheitsapparaten zusätzliche Vollmachten gibt, kann die innere Angst besiegen. Wenn Opfer gebracht werden müssen, dann möchten wir sie privat und öffentlich beklagen dürfen. Aber eine Metaphysik des Opfers, gar eine staatsrechtliche Opfertheorie des Bürgers, versehen mit dem Weihrauch des “dulce et decorum est pro patria mori” (lat. “Süß und ehrenvoll ist es, fürs Vaterland zu sterben.”), brauchen wir nicht. [...]
[...] netzpolitik.org: » Angst essen Seele auf » [...]
[...] [gefunden via netzpolitik.org] [...]
[...] schreibst, hab ich auch erlebt. Die meisten Dinge braucht man nicht, wenn man nix von ihnen weiß. Die meiste neueste Mode ist hässlich und überflüssig wenn nicht irdenein Idol [...]