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	<title>Kommentare zu: Aktion! Transskript: Philosophisches Quartett mit Schily</title>
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	<description>Politik in der digitalen Gesellschaft.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 13:24:34 +0000</lastBuildDate>
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	<item>
		<title>Von: Christian Angrabeit</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-125372</link>
		<dc:creator>Christian Angrabeit</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 21:32:17 +0000</pubDate>
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		<description>Als regelmäßiger und interessierter Zuschauer der Sendung war ich doch ziemlich geschockt und auch enttäuscht von der letzten Debatte. Herr Schilly und auch manche meiner Vorredner sollten sich nochmal in das Bewusstsein rufen das die Sendung weder &quot;Christansen&quot; noch &quot;Anne Will&quot; heisst, sondern dem Namen nach wenigstens ein bisschen mit Philosophie zu tun hat.
Nur leider scheint der liebe Herr Innenminister A.D. überhaupt keinen Bezug zur Königin der Wissenschaft zu haben. Auch kann er sich nicht ansatzweise in sie hineindenken.
Wenn Herr Schilly Herrn Safranski unerträglich oft fragt wo er jemals die Freiheit der Bürger aktiv beschnitten hat, möchte man ihm gern zurufen, hier sitzt ihnen ein Philosoph und kein Oppositionspolitiker gegenüber. Das ständige &quot;Ins-wort fallen&quot; zeigt ebenfalls das Herr Schilly leider nur auf der Ebende von den oben bereits erwähnten Politrunden disskutieren kann.
Eine andere Besetzung in anbetracht dieses gerade philosophisch interessanten Themas wäre, so meine ich deutlich spannender gewesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als regelmäßiger und interessierter Zuschauer der Sendung war ich doch ziemlich geschockt und auch enttäuscht von der letzten Debatte. Herr Schilly und auch manche meiner Vorredner sollten sich nochmal in das Bewusstsein rufen das die Sendung weder &#8220;Christansen&#8221; noch &#8220;Anne Will&#8221; heisst, sondern dem Namen nach wenigstens ein bisschen mit Philosophie zu tun hat.<br />
Nur leider scheint der liebe Herr Innenminister A.D. überhaupt keinen Bezug zur Königin der Wissenschaft zu haben. Auch kann er sich nicht ansatzweise in sie hineindenken.<br />
Wenn Herr Schilly Herrn Safranski unerträglich oft fragt wo er jemals die Freiheit der Bürger aktiv beschnitten hat, möchte man ihm gern zurufen, hier sitzt ihnen ein Philosoph und kein Oppositionspolitiker gegenüber. Das ständige &#8220;Ins-wort fallen&#8221; zeigt ebenfalls das Herr Schilly leider nur auf der Ebende von den oben bereits erwähnten Politrunden disskutieren kann.<br />
Eine andere Besetzung in anbetracht dieses gerade philosophisch interessanten Themas wäre, so meine ich deutlich spannender gewesen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Michael Preiner</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-125243</link>
		<dc:creator>Michael Preiner</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 08:25:48 +0000</pubDate>
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		<description>das spannungsfeld zwischen sicherheit und freiheit ist eben kein thema nur für pragmatiker, mit einer angeborenen neigung ihre meinung als realismus auszugeben. wir müssten einen diskurs führen, wieviel innere sicherheit verträgt eine demokratie. die ganze diskussion über die terrorgefahr etc. führt ja zu skurillen verhaltensweisen und inneren dialogen. so besuchte mich in strasbourg ein bekannter, der soeben aus paris angereist war und stellte fest, dass er in der metro in paris sich häufiger gefragt hat, ob diese beiden herren, die auf einmal aufstanden und in zwei verschiedene richtungen davongingen vielleicht potentielle bomber sind. er beschrieb noch 2 bis 3 ähnliche erfahrungen, die er gemacht hat. wie man an diesem beispiel sieht ist es nicht die von staatswegen gewährte freiheit, sondern auch die freiheit, die wir fühlen. und in diesem zusammenhang müssen sich die Schilys und Schäubles dieser erde schon den vorwurf der panikmache und der überhitzung der tatsächlichen gefahren gefallen lassen. und angst ist immer ein schlechter ratgeber in sachen freiheit, den menschen sind meist dazu bereit für die vermeidung von schmerzen ziemlich viel zu akzeptieren. außerdem ist zu überlegen, wenn eine ganze gruppe bzw. religionsgemeinschaft unter öffentlichen generalverdacht kommt, dann ist die aufgabe des staates dies zu verhindern und die bürgerrechte sind natürlich in gefahr. den die schläferdiskussion führt natürlich dazu, dass keine nachvollziehbaren kriterien für die gefahr mehr vorhanden sind und somit alles was ins &quot;raster&quot; passt latent kriminalisiert wird. das heißt der unbescholtene muslim muss heute der gesellschaft beweisen, dass er kein bombenleger und terrorist ist, die verschleierte muslimin muss davon ausgehen, dass sie entweder ein mittleitiges kopfschütteln oder eine blöde ansage erntet. ich habe aber noch nie erlebt, dass eine frau im gängigen businessoutfit ein mitleidiges kopfschütteln, ob ihrer unfreiheit erhalten habe. den groben keil des pragmatismus kann ich in grundsätzlichen diskussionen nicht so einfach hinnehmen, eine für viele vielleicht akademische diskussion über grundrechte sollte geführt werden. auch das argument - &quot;wer keinen dreck am stecken hat, der braucht sich auch nicht fürchten&quot; - kann ich nicht gelten.

Don´t worry be happy</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>das spannungsfeld zwischen sicherheit und freiheit ist eben kein thema nur für pragmatiker, mit einer angeborenen neigung ihre meinung als realismus auszugeben. wir müssten einen diskurs führen, wieviel innere sicherheit verträgt eine demokratie. die ganze diskussion über die terrorgefahr etc. führt ja zu skurillen verhaltensweisen und inneren dialogen. so besuchte mich in strasbourg ein bekannter, der soeben aus paris angereist war und stellte fest, dass er in der metro in paris sich häufiger gefragt hat, ob diese beiden herren, die auf einmal aufstanden und in zwei verschiedene richtungen davongingen vielleicht potentielle bomber sind. er beschrieb noch 2 bis 3 ähnliche erfahrungen, die er gemacht hat. wie man an diesem beispiel sieht ist es nicht die von staatswegen gewährte freiheit, sondern auch die freiheit, die wir fühlen. und in diesem zusammenhang müssen sich die Schilys und Schäubles dieser erde schon den vorwurf der panikmache und der überhitzung der tatsächlichen gefahren gefallen lassen. und angst ist immer ein schlechter ratgeber in sachen freiheit, den menschen sind meist dazu bereit für die vermeidung von schmerzen ziemlich viel zu akzeptieren. außerdem ist zu überlegen, wenn eine ganze gruppe bzw. religionsgemeinschaft unter öffentlichen generalverdacht kommt, dann ist die aufgabe des staates dies zu verhindern und die bürgerrechte sind natürlich in gefahr. den die schläferdiskussion führt natürlich dazu, dass keine nachvollziehbaren kriterien für die gefahr mehr vorhanden sind und somit alles was ins &#8220;raster&#8221; passt latent kriminalisiert wird. das heißt der unbescholtene muslim muss heute der gesellschaft beweisen, dass er kein bombenleger und terrorist ist, die verschleierte muslimin muss davon ausgehen, dass sie entweder ein mittleitiges kopfschütteln oder eine blöde ansage erntet. ich habe aber noch nie erlebt, dass eine frau im gängigen businessoutfit ein mitleidiges kopfschütteln, ob ihrer unfreiheit erhalten habe. den groben keil des pragmatismus kann ich in grundsätzlichen diskussionen nicht so einfach hinnehmen, eine für viele vielleicht akademische diskussion über grundrechte sollte geführt werden. auch das argument &#8211; &#8220;wer keinen dreck am stecken hat, der braucht sich auch nicht fürchten&#8221; &#8211; kann ich nicht gelten.</p>
<p>Don´t worry be happy</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: lopki</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-125148</link>
		<dc:creator>lopki</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 03:27:33 +0000</pubDate>
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		<description>Tobias .. niemand ist mehr auf die Darstellungen &quot;der Medien&quot; angewiesen. Die meisten Leute die hier posten, lesen Blogs und wechseln die Medienlandschaft mit einem Mausklick. Nenn mich elitär aber wie oft wird man heute noch von einem Bericht oder Artikel in den MSM überrascht? Man weiss eigentlich bei jeder Nachricht vorher was Spiegel/Tagesschau und andere Leitmedien dazu schreiben/berichten werden.

Der individuelle Informationsstand ist wichtig aber genauso wichtig ist durch welche subjektiven Filter diese Informationen laufen. Die in der Fernsehsendung über die wir hier sprechen angestossene Mediendiskussion lief so ins Leere weil die Einschätzung der Teilnehmer über die Problematik &quot;radikaler Islam&quot; so unterschiedlich war. Da muss man sich auch nichts vormachen. Ich habe diese Seite hier nur aus Zufall gefunden aber ich gehe mal davon aus das die meisten Leute hier post-moderne-werte-relativierende-nachwuchs-marxisten sind die sich über George Bush wesentlich ehrlicher aufregen als über alles andere. Von dieser Seite kann man keine vernünftige Einschätzung des Terrorismus erwarten und deswegen würde auch jede Mediendiskussion nur dazu dienen davon abzulenken, bzw. &quot;eure&quot; politische Agenda zu promoten. 

Wärend auf der ganzen Welt Menschen sterben will Sloterdijk darüber reden ob nicht vielleicht die Medien das Problem sind, und zwar nicht etwa weil sie nicht hinreichend über die Gefahren eines weltweit agierenden Terrorismus aufklären sondern im Gegenteil weil sie nicht die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung verinnerlichen und die Menschen zu lieben Pazifisten aufklären. Ist doch klar das Schily der sich jahrelang mit Gefahrenanalysen beschäftigt hat abwinkt und erstmal die Grundlagen klären möchte und dies ist im eindeutig gelungen. Die Theoretiker wurden als Schwätzer entlarvt oder ist das nur Wunschdenken von mir?  

Selbstverständlich gehe ich davon aus das ich was die Terrorproblematik betrifft aufgeklärt bin und es hier mit Leuten zu tun habe die in einer ideologischen Scheinwelt leben. Ich bin aber auch überzeugt davon das Ihr umgekehrt das gleiche denkt und schon haben wir das gleiche Problem wie die Teilnehmer der Diskussion.  

Zuerst muss geklärt werden wie groß die Terrorbedrohung ist, erst dann können wir vernünftig über die Berichterstattung der Medien darüber reden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tobias .. niemand ist mehr auf die Darstellungen &#8220;der Medien&#8221; angewiesen. Die meisten Leute die hier posten, lesen Blogs und wechseln die Medienlandschaft mit einem Mausklick. Nenn mich elitär aber wie oft wird man heute noch von einem Bericht oder Artikel in den MSM überrascht? Man weiss eigentlich bei jeder Nachricht vorher was Spiegel/Tagesschau und andere Leitmedien dazu schreiben/berichten werden.</p>
<p>Der individuelle Informationsstand ist wichtig aber genauso wichtig ist durch welche subjektiven Filter diese Informationen laufen. Die in der Fernsehsendung über die wir hier sprechen angestossene Mediendiskussion lief so ins Leere weil die Einschätzung der Teilnehmer über die Problematik &#8220;radikaler Islam&#8221; so unterschiedlich war. Da muss man sich auch nichts vormachen. Ich habe diese Seite hier nur aus Zufall gefunden aber ich gehe mal davon aus das die meisten Leute hier post-moderne-werte-relativierende-nachwuchs-marxisten sind die sich über George Bush wesentlich ehrlicher aufregen als über alles andere. Von dieser Seite kann man keine vernünftige Einschätzung des Terrorismus erwarten und deswegen würde auch jede Mediendiskussion nur dazu dienen davon abzulenken, bzw. &#8220;eure&#8221; politische Agenda zu promoten. </p>
<p>Wärend auf der ganzen Welt Menschen sterben will Sloterdijk darüber reden ob nicht vielleicht die Medien das Problem sind, und zwar nicht etwa weil sie nicht hinreichend über die Gefahren eines weltweit agierenden Terrorismus aufklären sondern im Gegenteil weil sie nicht die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung verinnerlichen und die Menschen zu lieben Pazifisten aufklären. Ist doch klar das Schily der sich jahrelang mit Gefahrenanalysen beschäftigt hat abwinkt und erstmal die Grundlagen klären möchte und dies ist im eindeutig gelungen. Die Theoretiker wurden als Schwätzer entlarvt oder ist das nur Wunschdenken von mir?  </p>
<p>Selbstverständlich gehe ich davon aus das ich was die Terrorproblematik betrifft aufgeklärt bin und es hier mit Leuten zu tun habe die in einer ideologischen Scheinwelt leben. Ich bin aber auch überzeugt davon das Ihr umgekehrt das gleiche denkt und schon haben wir das gleiche Problem wie die Teilnehmer der Diskussion.  </p>
<p>Zuerst muss geklärt werden wie groß die Terrorbedrohung ist, erst dann können wir vernünftig über die Berichterstattung der Medien darüber reden.</p>
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	<item>
		<title>Von: Tobias</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-125025</link>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 18:58:17 +0000</pubDate>
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		<description>lopki, du erwähnst, dass Realisten durch &quot;theoretisierende Ansätze&quot;  eine &quot;Verhamlosung der Problematik&quot; fürchten. Frage: Woher weißt du, wie ernst die Problematik &quot;wirklich&quot; ist? Ich glaube du bist wie die meisten bei der Einschätzung der &quot;wirklichen Problematik&quot; auf die Darstellungen angewiesen, die dir die Medien bieten.
Deshalb ist es vollkommen legitim zu fragen, ob diese Darstellungen dem Phänomenen &quot;Terrorismus&quot; gerecht werden.
Das ist keine überflüssige Theoretisierung, die von irgendetwas ablenken oder irgendetwas verharmlosen soll.
Im Gegenteil, sie hilft einem klarer zu sehen. Ich glaube nicht, dass es viel mit &quot;Realismus&quot; zu tun hat, wenn man glaubt, dass die Art, wie über etwas berichtet wird und wie es dargestellt wird, nicht so wichtig ist. Wie auch immer, die Chance, einer realistischeren Einschätzung der Problematik näher zu kommen, ist in jedem Fall größer, wenn man einen kritischen Abstand zur Medienberichterstattung herstellen kann. Das kann man nur, wenn man sich auch über die mediale Darstellung Gedanken macht und sie in diesem Sinne &quot;theoretisiert&quot;. Theorien sind dabei nicht automatisch schlecht, es gibt gute und schlechte Theorien. Die guten helfen einem, sich in der Praxis zu orientieren, die schlechten tun das Gegenteil. Ich habe das Gefühl, es wird immer ein künstlicher Gegensatz zwischen Theorie und Praxis aufgemacht, wobei Theorie ganz allgemein = schlecht und weltfremd bedeutet und Praxis = gut und realistisch. Wer von diesem Gegensatz ausgeht, betreibt zum Beispiel ziemlich schelchte  Theorie, auch wenn es ihm nicht bewusst ist. Shily hat genau das getan und das Wort &quot;Praxis&quot; dabei immer als Kampfbegriff benutzt, nach dem Motto: Ich bin ein Mann der Praxis und weil ihr Männer der Theorie seid, habt ihr keine Ahnung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lopki, du erwähnst, dass Realisten durch &#8220;theoretisierende Ansätze&#8221;  eine &#8220;Verhamlosung der Problematik&#8221; fürchten. Frage: Woher weißt du, wie ernst die Problematik &#8220;wirklich&#8221; ist? Ich glaube du bist wie die meisten bei der Einschätzung der &#8220;wirklichen Problematik&#8221; auf die Darstellungen angewiesen, die dir die Medien bieten.<br />
Deshalb ist es vollkommen legitim zu fragen, ob diese Darstellungen dem Phänomenen &#8220;Terrorismus&#8221; gerecht werden.<br />
Das ist keine überflüssige Theoretisierung, die von irgendetwas ablenken oder irgendetwas verharmlosen soll.<br />
Im Gegenteil, sie hilft einem klarer zu sehen. Ich glaube nicht, dass es viel mit &#8220;Realismus&#8221; zu tun hat, wenn man glaubt, dass die Art, wie über etwas berichtet wird und wie es dargestellt wird, nicht so wichtig ist. Wie auch immer, die Chance, einer realistischeren Einschätzung der Problematik näher zu kommen, ist in jedem Fall größer, wenn man einen kritischen Abstand zur Medienberichterstattung herstellen kann. Das kann man nur, wenn man sich auch über die mediale Darstellung Gedanken macht und sie in diesem Sinne &#8220;theoretisiert&#8221;. Theorien sind dabei nicht automatisch schlecht, es gibt gute und schlechte Theorien. Die guten helfen einem, sich in der Praxis zu orientieren, die schlechten tun das Gegenteil. Ich habe das Gefühl, es wird immer ein künstlicher Gegensatz zwischen Theorie und Praxis aufgemacht, wobei Theorie ganz allgemein = schlecht und weltfremd bedeutet und Praxis = gut und realistisch. Wer von diesem Gegensatz ausgeht, betreibt zum Beispiel ziemlich schelchte  Theorie, auch wenn es ihm nicht bewusst ist. Shily hat genau das getan und das Wort &#8220;Praxis&#8221; dabei immer als Kampfbegriff benutzt, nach dem Motto: Ich bin ein Mann der Praxis und weil ihr Männer der Theorie seid, habt ihr keine Ahnung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Alexa Kaufhof</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-124937</link>
		<dc:creator>Alexa Kaufhof</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 12:11:33 +0000</pubDate>
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		<description>lopki, ich wollte mit meinem ironisch gemeinten Einwand eigentlich nur sagen, daß ich Leute, die glauben, den Terrorismus nur durch Überwachung, Unterdrückung und Gewalt bekämpfen zu können, ohne zumindest auch mal nach den Ursachen des Terrorismus zu fragen, nicht für &quot;Realisten&quot; halte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>lopki, ich wollte mit meinem ironisch gemeinten Einwand eigentlich nur sagen, daß ich Leute, die glauben, den Terrorismus nur durch Überwachung, Unterdrückung und Gewalt bekämpfen zu können, ohne zumindest auch mal nach den Ursachen des Terrorismus zu fragen, nicht für &#8220;Realisten&#8221; halte.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: lopki</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-124758</link>
		<dc:creator>lopki</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 13:30:36 +0000</pubDate>
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		<description>Henry .. Die Diskussion verlief so aufgeregt eben weil solche theoretisierenden Ansätze, Realisten in Anbetracht echter Bedrohung eine eschreckende Verharmlosung der Problematik signalisieren. Der Böse Schily würde wohl noch sagen &quot;Wir können aber auch gerne über die Tagesschau reden&quot;. In Umfragen welche Länder als größte Bedrohung angesehen werden spiegeln sich die Prioritäten die unsere MSM setzen wieder. Ich gehe also davon aus das du zufrieden mit der Berichterstattung bist. 

Alexa .. Auch jemand der an Gott glaubt ist in der Lage nach Ursachen für schlechtes zu suchen. Wenn das nicht so wäre wären wir ja mitlerweile ein Volk von Genies. Nicht jeder der schlechtes tut ist ein Opfer. Du lehnst &quot;das Böse&quot; als Konzept ab nicht nur weil es dir nicht tiefgründig genug ist sondern weil du gelernt hast das Menschen die keine Werte haben nichts haben für das es sich lohnt zu sterben oder zu töten oder lese ich dich falsch?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Henry .. Die Diskussion verlief so aufgeregt eben weil solche theoretisierenden Ansätze, Realisten in Anbetracht echter Bedrohung eine eschreckende Verharmlosung der Problematik signalisieren. Der Böse Schily würde wohl noch sagen &#8220;Wir können aber auch gerne über die Tagesschau reden&#8221;. In Umfragen welche Länder als größte Bedrohung angesehen werden spiegeln sich die Prioritäten die unsere MSM setzen wieder. Ich gehe also davon aus das du zufrieden mit der Berichterstattung bist. </p>
<p>Alexa .. Auch jemand der an Gott glaubt ist in der Lage nach Ursachen für schlechtes zu suchen. Wenn das nicht so wäre wären wir ja mitlerweile ein Volk von Genies. Nicht jeder der schlechtes tut ist ein Opfer. Du lehnst &#8220;das Böse&#8221; als Konzept ab nicht nur weil es dir nicht tiefgründig genug ist sondern weil du gelernt hast das Menschen die keine Werte haben nichts haben für das es sich lohnt zu sterben oder zu töten oder lese ich dich falsch?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Alexa Kaufhof</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-124742</link>
		<dc:creator>Alexa Kaufhof</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 10:43:04 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;em&gt;&quot;Realisten glauben nicht an ein Utopia in dem es keine Konflikte mehr gibt weil alle Werte abgeschafft wurden.&quot;&lt;/em&gt;

Nein, &quot;Realisten&quot; glauben, daß es &quot;das Böse&quot; ohne Ursachen gibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Realisten glauben nicht an ein Utopia in dem es keine Konflikte mehr gibt weil alle Werte abgeschafft wurden.&#8221;</em></p>
<p>Nein, &#8220;Realisten&#8221; glauben, daß es &#8220;das Böse&#8221; ohne Ursachen gibt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Henny</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-124694</link>
		<dc:creator>Henny</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2007 10:02:18 +0000</pubDate>
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		<description>@Lopki:
Es geht nicht darum, ob Terorismus real oder abstrakt ist, sondern darum, ob das Bild, das wir durch die Medien vom Terrorismus vermittelt bekommen dem &quot;realen&quot; Terrorismus entspricht oder nicht völlig überzogen ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lopki:<br />
Es geht nicht darum, ob Terorismus real oder abstrakt ist, sondern darum, ob das Bild, das wir durch die Medien vom Terrorismus vermittelt bekommen dem &#8220;realen&#8221; Terrorismus entspricht oder nicht völlig überzogen ist.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: lopki</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-124297</link>
		<dc:creator>lopki</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Oct 2007 20:22:27 +0000</pubDate>
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		<description>Terrorismus ist nicht abstrakt sondern real.

Realisten glauben nicht an ein Utopia in dem es keine Konflikte mehr gibt weil alle Werte abgeschafft wurden.

Die Flucht in die Metaebene wurde vom Publikum durchschaut und ausgelacht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Terrorismus ist nicht abstrakt sondern real.</p>
<p>Realisten glauben nicht an ein Utopia in dem es keine Konflikte mehr gibt weil alle Werte abgeschafft wurden.</p>
<p>Die Flucht in die Metaebene wurde vom Publikum durchschaut und ausgelacht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Henny</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-123644</link>
		<dc:creator>Henny</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2007 19:47:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-123644</guid>
		<description>Ich fand die Sendung äußerst interessant, da meines Erachtens die in ihr vertrenden Person es nicht geschafft haben, sich aus ihren festgefahrenen und irgendwie auch beinahe klischeehaft wirkenden Rollen zu befreien. Umso deutlicher wurden so allerdings die Konturen der Charaktere sichtbar. Zum einen Otto Schily, der in seiner beinahe penetranten Unwilligkeit oder Unfähigkeit, (das sei hier mal dahingestellt - ersteres wäre vielleicht schlimmer als letzteres), jegliche Anstrengung unternahm, sich nicht auf  Gedankengänge einzulassen, die das Thema einmal auf einer philosophischen und etwas abstrakteren Ebene reflektieren wollten. Nicht nur, daß er es nicht schaffte, über das übliche Argumentationsniveau der einschlägigen Polittalkshows herauszugehen. Vielmehr noch  wartete er ja nichteinmal ab bis Herr Sloterdijk seine Gedankengänge überhaupt zuende führen konnte, bevor er mit demagogischen Floskeln versuchte, seinen Gegenüber der Lächerlichkeit Preis zu geben. Ein besonders gutes Beispiel hierfür war Sloterdijks Versuch, die unterschiedlichen Begriffe &quot;Gefahr&quot; und &quot;Risiko&quot; einzuführen, die darauf verweisen sollten, daß die Relation zwischen der uns durch die Medien propagierten Terrorismus-Bedrohung und der realen Terorrismus-Bedrohung mehr als schief zu sein scheint oder zumindest hinterfragt werden sollte. Nachdem Schily Sloterdijk an dieser Stelle mehr als, man kann es nicht anders sagen, dumm mit einer populistischen Floskel abwürgte, versuchte Sloterdijk zu einem späteren Zeitpunkt, diesen Punkt wieder aufzugreifen und anhand des gewählten, wohl gewollt abstrus wirkenden Beispiels der &quot;Hosenbein-Unfälle&quot; zu veranschaulichen. Man hatte beinahe das Gefühl, daß Sloterdijk versuchte, das Gespräch auf ein Niveau  herunterzubrechen, das auch Herr Schily versteht. Dies sollte der Zuschauer wohl auch so empfinden. Der spätere &quot;Schneckenvergleich&quot; zielte meines Erachtens in dieselbe Richtung. Andereseits schaffte es Sloterdijk gerade in der zweiten Hälfte der Sendung aber auch nicht, seine Thesen so darzustellen, daß sie die Diskussion positiv befruchten konnten und dies lag meiner Meinung nicht nur an Schilys destruktiver Diskussionkultur. Mir ist es auch schwer gefallen, seinen neurobiologischen Exkurs zu verstehen, auch wenn ein erneutes Anschauen des Videos hier durchaus hilfreich ist. Nur die Möglichkeit haben die Diskussionteilnehmer schließlich nicht und der Zuschauer auch nur im nachhinein. Verständlicheres Vokabular und  Formulierung, mehr Erläuterungen zu den neurobiologischen Fachausdrücken und etwas weniger Abdriften in unvollständig und nicht zuenede formulierte Argumentationsgerüste wären vielleicht hilfreich. Bleiben noch Safranski und Meyer. Safranski blieb in seiner zurückhaltenden Rolle eher blaß und verspürte wohl kein Bedürfnis, sich mit dem ehemaligen Innenminister anzulegen. Minuspunkt war seine schuldig bleibene Antwort auf Schilys Frage nach konkreten, die Freiheit einschränkenden Maßnahmen, die zwar in keinster Weise den vorher tangierten Diskussionskern traf, die aber eine bessere Vorbereitung Safranskis auf seinen Gast hätte wünschen lassen. Gelungen war hingegen Safranskis Antwort auf Schilys Romantikexkurs, dessen These er gegen ihn wendete und somit genau den Diskussionskern traf und Schilys Argumenation als Trugschluß entlarvte. Erfrischend fand ich Meyer, der es durchaus verstand, zwischen dem demagogisch auftretenden Politiker und dem anscheinend für viele weltfremd wirkenden Philosophen zu vermitteln und gewissermaßen die Argumente jeweils für die Gegenseite so aufzubereiten, daß diese dort ankamen. Diese Dolmetscher-Rolle spielte er dabei ohne seine eigene Position hinterm Berg zu halten. Ein durchaus gelungener Auftritt Meyers, wie ich finde. Auf welche Seite man sich nach dieser Sendung auch schlägt, zwei Dinge bleiben festzuhalten. Es mangelt im deutschen TV an einer niveauvollen Diskussionkultur, gerade zu politischen und philosophischen Themen. Ich bin mir nicht sicher, ob dies alleinig an den TV-Formaten oder vielleicht auch am Medium Fernsehen und seinen Darstellungs- und Wahrnehmungsmöglichkeiten selbst liegt. Auch wenn viele Aspekte in der Sednung unbeleuchtet blieben, so ist mir selbst eine nicht ganz geglückte Version des &quot;Philosophischen Quartetts&quot; lieber, als so ein &quot;nonsens Konsens&quot; in den einschlägiogen Talkshows. Vielleicht war die Sendung gerade durch die Differenzen zwischen den teilnehmenden Personen so interessant. Damit verbunden bleibt des weiteren festzuhalten, daß eine Diskussion über die Rolle der Medien, deren Wirkung und deren Darstellung des 11. Septembers und der &quot;terroristischen Gefahr&quot; fehlt, die sich m.E. nicht alleinig an den Inhalten der Beiträge, sondern auch grundsätzlich mit der Wirkung des Mediums Fernsehen und dessen ihm innewohnenden Wirkmechanismen beschäftigen sollte.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fand die Sendung äußerst interessant, da meines Erachtens die in ihr vertrenden Person es nicht geschafft haben, sich aus ihren festgefahrenen und irgendwie auch beinahe klischeehaft wirkenden Rollen zu befreien. Umso deutlicher wurden so allerdings die Konturen der Charaktere sichtbar. Zum einen Otto Schily, der in seiner beinahe penetranten Unwilligkeit oder Unfähigkeit, (das sei hier mal dahingestellt &#8211; ersteres wäre vielleicht schlimmer als letzteres), jegliche Anstrengung unternahm, sich nicht auf  Gedankengänge einzulassen, die das Thema einmal auf einer philosophischen und etwas abstrakteren Ebene reflektieren wollten. Nicht nur, daß er es nicht schaffte, über das übliche Argumentationsniveau der einschlägigen Polittalkshows herauszugehen. Vielmehr noch  wartete er ja nichteinmal ab bis Herr Sloterdijk seine Gedankengänge überhaupt zuende führen konnte, bevor er mit demagogischen Floskeln versuchte, seinen Gegenüber der Lächerlichkeit Preis zu geben. Ein besonders gutes Beispiel hierfür war Sloterdijks Versuch, die unterschiedlichen Begriffe &#8220;Gefahr&#8221; und &#8220;Risiko&#8221; einzuführen, die darauf verweisen sollten, daß die Relation zwischen der uns durch die Medien propagierten Terrorismus-Bedrohung und der realen Terorrismus-Bedrohung mehr als schief zu sein scheint oder zumindest hinterfragt werden sollte. Nachdem Schily Sloterdijk an dieser Stelle mehr als, man kann es nicht anders sagen, dumm mit einer populistischen Floskel abwürgte, versuchte Sloterdijk zu einem späteren Zeitpunkt, diesen Punkt wieder aufzugreifen und anhand des gewählten, wohl gewollt abstrus wirkenden Beispiels der &#8220;Hosenbein-Unfälle&#8221; zu veranschaulichen. Man hatte beinahe das Gefühl, daß Sloterdijk versuchte, das Gespräch auf ein Niveau  herunterzubrechen, das auch Herr Schily versteht. Dies sollte der Zuschauer wohl auch so empfinden. Der spätere &#8220;Schneckenvergleich&#8221; zielte meines Erachtens in dieselbe Richtung. Andereseits schaffte es Sloterdijk gerade in der zweiten Hälfte der Sendung aber auch nicht, seine Thesen so darzustellen, daß sie die Diskussion positiv befruchten konnten und dies lag meiner Meinung nicht nur an Schilys destruktiver Diskussionkultur. Mir ist es auch schwer gefallen, seinen neurobiologischen Exkurs zu verstehen, auch wenn ein erneutes Anschauen des Videos hier durchaus hilfreich ist. Nur die Möglichkeit haben die Diskussionteilnehmer schließlich nicht und der Zuschauer auch nur im nachhinein. Verständlicheres Vokabular und  Formulierung, mehr Erläuterungen zu den neurobiologischen Fachausdrücken und etwas weniger Abdriften in unvollständig und nicht zuenede formulierte Argumentationsgerüste wären vielleicht hilfreich. Bleiben noch Safranski und Meyer. Safranski blieb in seiner zurückhaltenden Rolle eher blaß und verspürte wohl kein Bedürfnis, sich mit dem ehemaligen Innenminister anzulegen. Minuspunkt war seine schuldig bleibene Antwort auf Schilys Frage nach konkreten, die Freiheit einschränkenden Maßnahmen, die zwar in keinster Weise den vorher tangierten Diskussionskern traf, die aber eine bessere Vorbereitung Safranskis auf seinen Gast hätte wünschen lassen. Gelungen war hingegen Safranskis Antwort auf Schilys Romantikexkurs, dessen These er gegen ihn wendete und somit genau den Diskussionskern traf und Schilys Argumenation als Trugschluß entlarvte. Erfrischend fand ich Meyer, der es durchaus verstand, zwischen dem demagogisch auftretenden Politiker und dem anscheinend für viele weltfremd wirkenden Philosophen zu vermitteln und gewissermaßen die Argumente jeweils für die Gegenseite so aufzubereiten, daß diese dort ankamen. Diese Dolmetscher-Rolle spielte er dabei ohne seine eigene Position hinterm Berg zu halten. Ein durchaus gelungener Auftritt Meyers, wie ich finde. Auf welche Seite man sich nach dieser Sendung auch schlägt, zwei Dinge bleiben festzuhalten. Es mangelt im deutschen TV an einer niveauvollen Diskussionkultur, gerade zu politischen und philosophischen Themen. Ich bin mir nicht sicher, ob dies alleinig an den TV-Formaten oder vielleicht auch am Medium Fernsehen und seinen Darstellungs- und Wahrnehmungsmöglichkeiten selbst liegt. Auch wenn viele Aspekte in der Sednung unbeleuchtet blieben, so ist mir selbst eine nicht ganz geglückte Version des &#8220;Philosophischen Quartetts&#8221; lieber, als so ein &#8220;nonsens Konsens&#8221; in den einschlägiogen Talkshows. Vielleicht war die Sendung gerade durch die Differenzen zwischen den teilnehmenden Personen so interessant. Damit verbunden bleibt des weiteren festzuhalten, daß eine Diskussion über die Rolle der Medien, deren Wirkung und deren Darstellung des 11. Septembers und der &#8220;terroristischen Gefahr&#8221; fehlt, die sich m.E. nicht alleinig an den Inhalten der Beiträge, sondern auch grundsätzlich mit der Wirkung des Mediums Fernsehen und dessen ihm innewohnenden Wirkmechanismen beschäftigen sollte.</p>
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	</item>
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		<title>Von: Mark</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-123399</link>
		<dc:creator>Mark</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Oct 2007 22:28:25 +0000</pubDate>
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		<description>...ich fand diese Sendung absolut erschreckend. Inhaltlich hatte sie dank Herrn Schilys demagogischen, rüpelhaften Auftretens rein gar nichts zu bieten. Offenbar hatte Herr Schily auch noch seine Klakeure mitgebracht, die nur weil sie Herrn Sloterdijk nicht verstanden auf Schulklassen-Niveau über diese in ihrem Verständnis intellektuellen, weltfremden Deppen lachten. Dummheit ist wirklich grenzenlos. Schilys Argumentation belief sich auf das Vom-Tisch-Wischen jeglicher theoretischen Themen-Näherung nach dem Motto: &quot;Ich akzeptiere nur das, was ich sehe, alles andere ist ja totaler Quatsch&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;ich fand diese Sendung absolut erschreckend. Inhaltlich hatte sie dank Herrn Schilys demagogischen, rüpelhaften Auftretens rein gar nichts zu bieten. Offenbar hatte Herr Schily auch noch seine Klakeure mitgebracht, die nur weil sie Herrn Sloterdijk nicht verstanden auf Schulklassen-Niveau über diese in ihrem Verständnis intellektuellen, weltfremden Deppen lachten. Dummheit ist wirklich grenzenlos. Schilys Argumentation belief sich auf das Vom-Tisch-Wischen jeglicher theoretischen Themen-Näherung nach dem Motto: &#8220;Ich akzeptiere nur das, was ich sehe, alles andere ist ja totaler Quatsch&#8221;</p>
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		<title>Von: Neues vom GlÃ¶ckner &#187; Blog Archiv &#187; Hysterie und Paranoia fÃ¼r das deutsche Vaterland</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-122801</link>
		<dc:creator>Neues vom GlÃ¶ckner &#187; Blog Archiv &#187; Hysterie und Paranoia fÃ¼r das deutsche Vaterland</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 15:31:29 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ErgÃ¤nzender Hinweis: Weitere Meinungen zu dieser Sendung gibt es hier. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ErgÃ¤nzender Hinweis: Weitere Meinungen zu dieser Sendung gibt es hier. [...]</p>
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	</item>
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		<title>Von: Waldgeist</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-122748</link>
		<dc:creator>Waldgeist</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 10:12:13 +0000</pubDate>
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		<description>Furchtbare Sendung, ein rumpolterndes Ekel als Gast. Ich weiß nicht, warum ich mir dieses Sabine-Christiansen-Niveau eine Stunde lang angetan habe.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Furchtbare Sendung, ein rumpolterndes Ekel als Gast. Ich weiß nicht, warum ich mir dieses Sabine-Christiansen-Niveau eine Stunde lang angetan habe.</p>
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	</item>
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		<title>Von: winkli</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-122737</link>
		<dc:creator>winkli</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 09:52:35 +0000</pubDate>
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		<description>Ich glaube der Schily wird nicht noch einmal im PQ mit von der Partie sein. Hier stellt sich die Frage wer auf die Idee gekommen ist, diesen - im diskursiven Sinne - Brutalopanzer einzuladen. Beide Philosophen waren sichtlich genervt und Sloterdijk hatte sich dann (aus Frust?) auch eine zeitlang aus der Diskussion ausgeblendet. War schon spassig zu sehen, wie Bulldozer-Schily rhetorisch völlig ohne Stil dafür umso mehr Überzeugungskraft alles plattwalzte was in den Weg kam.

Durch die dominante Figur Schily in agressiver Verteidigungshaltung hat die Sendung enorm gelitten. Philosophie hat aus meiner Sicht auch etwas mit Stil zu tun. Das Format braucht andere Gäste um Niveau zu halten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich glaube der Schily wird nicht noch einmal im PQ mit von der Partie sein. Hier stellt sich die Frage wer auf die Idee gekommen ist, diesen &#8211; im diskursiven Sinne &#8211; Brutalopanzer einzuladen. Beide Philosophen waren sichtlich genervt und Sloterdijk hatte sich dann (aus Frust?) auch eine zeitlang aus der Diskussion ausgeblendet. War schon spassig zu sehen, wie Bulldozer-Schily rhetorisch völlig ohne Stil dafür umso mehr Überzeugungskraft alles plattwalzte was in den Weg kam.</p>
<p>Durch die dominante Figur Schily in agressiver Verteidigungshaltung hat die Sendung enorm gelitten. Philosophie hat aus meiner Sicht auch etwas mit Stil zu tun. Das Format braucht andere Gäste um Niveau zu halten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: amazeman</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2007/aktion-transskript-philosophisches-quartett-mit-schily-2/#comment-122627</link>
		<dc:creator>amazeman</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2007 22:57:02 +0000</pubDate>
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		<description>So ist das halt mit den Philosophen. Sobald einer von aussen kommt und rumpoltert bestaunen sie dieses Tun und warten ab. Wobei Sloterdijk aber dann doch einen ganz gelungenen Angriff startete als er darlegte auf welcher urzeitlichen Ebene Politik mittlerweile die Menschen erreichen will... 
Ich fand das durch und durch schlüssig und sehr gelungen.

Viel Spass beim abtippen dieses Gestammels. Was sich Sloterdijk  da manchmal für Zeit nimmt um einen einfachen Satz zu formen ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So ist das halt mit den Philosophen. Sobald einer von aussen kommt und rumpoltert bestaunen sie dieses Tun und warten ab. Wobei Sloterdijk aber dann doch einen ganz gelungenen Angriff startete als er darlegte auf welcher urzeitlichen Ebene Politik mittlerweile die Menschen erreichen will&#8230;<br />
Ich fand das durch und durch schlüssig und sehr gelungen.</p>
<p>Viel Spass beim abtippen dieses Gestammels. Was sich Sloterdijk  da manchmal für Zeit nimmt um einen einfachen Satz zu formen ;-)</p>
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