WLAN surfen ist in Wolfsburg gefährlich

In Wolfsburg wurde das Notebook eines 22 jährigen jungen Mannes von der Polizei festgenommen, weil es sich dadurch verdächtigt machte, dass es in einem Park im Internet surfte. Die Polizeit ermittelt jetzt wegen dem “Ausspähen von Daten”, freilich ohne einen Geschädigten zu haben. Nach letzterem wird jetzt gefahndet. Was wie ein Schildbürgerstreich klingt, ist bittere Realität in Deutschland. Torsten Kleinz hat mal bei der Polizei nachgefragt und schreibt darüber: Vorsicht beim Notebookgebrauch in der Öffentlichkeit!

Fassen wir zusammen: Jemand nutzt – höchstwahrscheinlich völlig legal – seinen Laptop in der Öffentlichkeit. Folge: der Computer wird auf unbestimmte Zeit konfisziert und seine Privatdaten werden durchsucht, weil er ja das Laptop zu einer illegalen Tat genutzt haben könnte, die niemand beobachtet hat und zu der es keinen Geschädigten gibt.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Datenschutz, Deutschland, Digital Rights, Freie Netze und getagged . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

2 Kommentare

  1. Torsten
    Erstellt am 17. Oktober 2006 um 14:49 | Permanent-Link

    Thx für den Link.

    Kleine Korrektur: Der Mann wurde nicht festgenommen, nur sein Notebook ist im “Knast”.

  2. Erstellt am 8. November 2006 um 15:06 | Permanent-Link

    Hier die C-RaDaR-Sendung zum Thema, alles was nicht mit dem Wardriving Thema zu tun hat, ist rausgeschnitten:
    http://mellowbox.de/blog/archives/237

4 Trackbacks

  1. [...] Auch wenn Notebooks/Laptops/Schleppis für die Benutzung unterwegs gemacht sind, scheint auch in diesem Bereich das Risiko zu steigen, mit der Exekutive in Berührung zu kommen. Wie Rabenhorst und Lawblog schon am Freitag berichteten, und nun auch das Notizblog und Netzpolitik.org nachzogen, gab es am 27.09. wieder einen Fall von WLAN-Terrorismus. Die Pressemitteilung der Polizei Wolfsburg: Wolfsburg (ots) – Am 27. September, gegen 16.25 Uhr, meldete ein Anwohner im Immermannhof eine verdächtige Person. Auf einer Bank vor der Hausnummer 10 saß ein junger Mann mit einem Laptop und schien im Internet zu surfen. Der Zeuge informierte die Polizei. Die Beamten trafen am besagten Ort einen 22-jährigen Wolfsburger an, der zugab sich seit Mitte September mit seinem Computer über eine drahtlose Verbindung im World Wide Web getummelt zu haben. Der 22-Jährige war der Meinung, dies sei nicht verboten. Die Polizei Wolfsburg sucht nun aus der Umgebung des Immermannhof mögliche Geschädigte. Wer über einen WLan-Anschluss verfügt wird gebeten, diesen und die Protokolle des WLAN Modems zu überprüfen. Wer Zugriffe von außen und außergewöhnliche Kosten feststellt, wird gebeten, sich mit der Polizei unter Telefon 05361/46460 in Verbindung zu setzen. [...]

  2. Von Lahnix » Blog Archive » links for 2006-10-17 am 18. Oktober 2006 um 00:18

    [...] netzpolitik.org: » WLAN surfen ist in Wolfsburg gefährlich » Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft. In Wolfsburg wurde das Notebook eines 22 jährigen jungen Mannes von der Polizei festgenommen, weil es sich dadurch verdächtigt machte, dass es in einem Park im Internet surfte. (tags: Bedenkliches) [...]

  3. [...] In diversen Blogs, zum Beispiel hier bei Mellowbox, bei Rabenhorst, bei Lawblog, beim Notizblog und bei Netzpolitik.org wurde bereits über den Fall berichtet. [...]

  4. [...] In Wolfsburg wurde das Notebook eines 22 jährigen jungen Mannes von der Polizei festgenommen, weil es sich dadurch verdächtigt machte, dass es in einem Park im Internet surfte. Die Polizeit ermittelt jetzt wegen dem “Ausspähen von Daten”, freilich ohne einen Geschädigten zu haben. Nach letzterem wird jetzt gefahndet. [...]

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