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USA: EU-Kommission soll freundlicher zu Microsoft sein

von markus um 18:38 am Dienstag, 26. September 2006

Die US-Regierung soll über ihre Botschaft in Brüssel die EU-Kommission gebeten haben, freundlicher zu Microsoft im Anti-Trust Verfahren zu sein, wie ZDNet UK berichtet: US government ‘lobbied EC’ over Microsoft fine. Die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes is not amused.

The US government sought to influence the European Commission over Microsoft’s antitrust case, according to competition commissioner Neelie Kroes. Kroes said the US embassy in Brussels had asked her to be “nicer” to Microsoft ahead of her decision to fine the software giant €280m in July. The commissioner criticised the approach. “This is of course an intervention which is not possible,” Kroes told Dutch newspaper Financieele Dagblad this week.

Kommentare

5 Kommentare zu “USA: EU-Kommission soll freundlicher zu Microsoft sein”

  1. ninjaturkey
    Sep 26th, 2006 @ 20:43

    Nun seien wir mal nicht so. Folgen wir dem guten Beispiel der USA: keine Handelsbeschränkungen für nichtnationale Wettbewerber - eben genauso wie in den USA…

  2. Finn
    Sep 26th, 2006 @ 22:17

    Drohen uns sonst Bodentruppen?

  3. markus
    Sep 26th, 2006 @ 22:19

    Vermutlich droht uns erstmal der US-Handelskommissar - der löst schon bei Beamten im Justizministerium Ängste aus. Scheint so eine Art Darth Vader zu sein.

  4. netzpolitik.org: » Der US-Botschafter in Brüssel » Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft.
    Sep 28th, 2006 @ 18:38

    [...] Schonmal was von C. Boyden Gray gehört? Das ist der US-Botschafter in Brüssel, wer zuletzt von der EU-Kommission eine freundlichere Behandlung von Microsoft im Kartellverfahren wünschte. Und wie der Inquirer jetzt berichtet, ist der Herr auch ganz unbefangen an die Sache gegangen: Bevor er nämlich Botschafter wurde, war er Anwalt. Und arbeitete u.a. für Microsoft: Sein Job war es, die Borgs von den Kartell-Vorwürfen der US-Regierung reinzuwaschen. Klingelts? Nein, es scheppert sogar, denn als Diplomat wurde er Mitglied der konservativen Lobby-Gruppe “Citizens for a Sound Economy”, kurz CSE. Zufällig erhält diese eindeutige Gruppierung eine Menge Bargeld von Microsoft, die an einer starken Ökonomie ohne einengende Regeln sehr interessiert sind. Wie unauffällig. [...]

  5. netzpolitik.org: » Jahresrückblick 2006 » Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft.
    Dez 26th, 2006 @ 21:35

    [...] Die US-Regierung soll über ihre Botschaft in Brüssel die EU-Kommission gebeten haben, freundlicher zu Microsoft im Anti-Trust Verfahren zu sein. Die EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes is not amused. Später kommt heraus: Der US-Botschafter in Brüssel, C. Boyden Gray, war vorher Anwalt und arbeitete u.a. als Lobbyist für Microsoft. [...]

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