SpOn: Interview zu Zensur in China

Spiegel-Online hat ein Interview mit Julien Paine von Reporter ohne Grenzen zur Zensur in China veröffentlicht: “Yahoo ist am schlimmsten“.

SPIEGEL ONLINE: Yahoo und Google kooperieren mit den chinesischen Behörden. Was ist so schlimm daran? Sie halten sich ja an die lokalen Gesetze wie chinesische Internetfirmen auch…

Julien Pain: Das ist immer das gleiche Argument, das wir zu hören bekommen. Wir machen nichts Illegales, wir befolgen Gesetze des Landes. Ich denke, dieses Argument ist nicht stichhaltig. Was würde wohl passieren, wenn die chinesische Regierung Yahoo auffordern würde, Kinder zu beschäftigen? Kinder dürfen in China arbeiten – also soll auch Yahoo dies möglich machen. Yahoo würde sagen: Nein, das können wir nicht tun. Wir sind eine amerikanische Firma mit bestimmten Werten. Und wir meinen, dass Kinder nicht arbeiten sollten. Wo ist der Unterschied zur freien Meinungsäußerung? Es ist ein international anerkanntes Menschenrecht. Übrigens hat sich auch China dazu bekannt.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Digital Rights, Menschenrechte, Zensur und getagged , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

Ein Kommentar

  1. Erstellt am 4. Mai 2006 um 10:12 | Permanent-Link

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Ein Trackback

  1. Von China2Day am 14. Juni 2006 um 00:43

    Reporter ohne Grenzen: China und Internetzensur

    Spiegel Online veröffentlichte ein Interview mit Julien Pain von Reporter ohne Grenzen (ROG): “Yahoo ist am schlimmsten”
    Bei Google geht es “nur” um Zensur – das ist eine andere Sache als bei Yahoo, wo Daten von Mailkunden an c…

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