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Donnerstag, 10. August 2006

Schily wird Biometrie-Berater

Heise berichtet gerade, dass Otto Schily jetzt Biometrie-Berater wird: Ex-Innenminister Schily berät künftig Biometrie-Firmen.

Der frühere Bundesinnenminister Otto Schily hat Aufsichtsratsmandate bei zwei Firmen angenommen, die auf dem Gebiet der biometrischen Sicherheitstechnik aktiv sind. Während die Byometric Systems AG mit Sitz im bayerischen Mitterfelden auf die Iris-Erkennung spezialisiert ist, bietet SAFE ID Solutions AG (Unterhaching) Hard- und Software-Lösungen für die Personalisierung elektronischer Ausweisdokumente an.

“Als Sicherheitsexperte und treibende Kraft hinter der weltweiten Einführung elektronischer Reisepässe, speziell des deutschen ePasses, wird Otto Schily durch seine fundierten Marktkenntnisse die Positionierung der SAFE ID weiter stärken”, teilte die SAFE ID Solutions AG am heutigen Donnerstag mit.

15 Kommentare

  1. julia am 10.08.2006 um 18:48 (Antworten)

    Tja,

    Schröder als Gaspromberater, Schily als Biometrieberater … hat schon ein G’schmäckle.

    Ich hörte, auf EU-Ebene gibt es Regelungen, die ehemaligen Kommissaren verbieten, nach ihrer Amtszeit in ihrem Fachgebiet solcherart Stellen anzunehmen … sollte man vielleicht auch auf Bundesebene drüber nachdenken, über solch ein Gesetz.

    Gut für die Demokratie, gut gegen Korruption.

  2. vox enigma am 10.08.2006 um 19:09 (Antworten)

    Bei Gazprom war wohl kein Platz mehr frei … Mal ernsthaft: Schily hat doch von Biometrietechnik so viel Ahnung wie ein Koalabär von der Neuen Deutschen Rechtsschreibung. Hier wird doch ganz offenkundig Schilys Verhalten als Innenminister nachträglich honoriert. Der Mann sollte sich was schämen!

  3. Filesharingparade am 10.08.2006 um 19:22 (Antworten)

    Klasse… da hat man schon genug zu kämpfen, dass seine Überwachungsplände nicht durchgesetzt werden, nun ist er auch noch welche Schande genau da wo er nicht hin gehört - als Biometrieberater.

    Aber klar doch… er wird Biometrie befürworten, egal, was Statistiken sagen, hauptsache man ist der gläserne Bürger/Kunde.

  4. [...] via netzpolitik.org [...]

  5. kobalt am 10.08.2006 um 19:57 (Antworten)

    ist “Experte” ein beruf?

  6. Axel am 11.08.2006 um 09:30 (Antworten)

    @kobalt:

    Klar! Hast du nie im Fernsehen die Bildunterschriften gesehen? “Bombenexperte”, “Computerexperte”, “Promiexperte”, “Spezialexperte”…

  7. Carsten 'cra' Raddatz am 11.08.2006 um 16:10 (Antworten)

    Klar ist “Experte” ein Beruf. Bei Planetopia arbeiten doch auch welche. ^^

  8. kobalt am 11.08.2006 um 16:42 (Antworten)

    wenn “Experte” ein beruf ist, dann will auch ich geld haben. bin “Experte für Diverses” (TM).

  9. wetterfrosch am 11.08.2006 um 20:30 (Antworten)

    Hm, Schily macht also privatwirtschaftlich weiter. Na da erreichen unsere Argumentationsketten nach wie vor die gleichen Leute … Otto, bis später!

  10. joe_f am 11.08.2006 um 22:34 (Antworten)

    Schily? Widerlych!

  11. [...] Schröder-Schilys Altersvorsorge [ Rock-Politik ! ] In unseren Breitengraden pflegt man politische und wirtschaftliche Interessenskonflikte gar nicht erst zu trennen. Ganz anders funktioniert das in unserem nördlichen Nachbarland. Hier gilt saubere Ämtertrennung: Zufällige Staatsverträge oder Pionierarbeiten auf dem Gebiet der biometrischen Überwachung, werden strikte von Regierungsämtern getrennt. Da lob ich mir Bayerns Ministerpräsident Stoiber: Der stellt wenigstens noch Kinder in die Welt, die für seine Altersvorsorge sorgen werden. [via Netzpolitik und JerikoOne / Such! Altersvorsorge / Tags: Gazprom, Schröder, Schily, Biometrie, Stoiber, Politik, Nepotismus, Evisco AG] [...]

  12. [...] Erinnert sich noch jemand an John D. Ashcraft? Der war US-Justizminister vor und nach dem 11. September und ist mit verantwortlich für den Aufbau der Homeland Security und der ausufernden Überwachung in den USA. Seit zwei Jahren ist er nicht mehr Teil der Regierung und war wohl Vorbild für Otto Schily und seine Biometrie-Beratungstätigkeiten, wie ein Artikel in der Washington Post zeigt: Ashcroft Finds Private-Sector Niche. Nearly two years after he left the Justice Department for a glass-and-marble office tower six blocks away, Ashcroft is building a lucrative consulting company helping security and other firms find business with federal agencies. Federal spending on homeland security is expected to reach nearly $60 billion in fiscal 2007, according to the Office of Management and Budget. [...]

  13. Braunbär am 15.08.2006 um 23:12 (Antworten)

    … schön, dass hier alle so viel Ahnung und Überblick haben !
    Ich bitte um etwas mehr Bildung, wenn man hier Kommentare platziert. Immerhin haben diese Herren mehr Ahnung als all´ diese Dumpfbacken wie joe_f und Co.
    Und noch eins: Sie tun etwas für Arbeitsplätze in Deutschland.
    Übrigens noch ein Tip an Leute wie enigma: Vor Inbetriebnahme des Mundwerks -Gehirn einschalten-. Es hat noch nie geschadet sich vor Platzierung einer Meinung richtig zu Informieren.
    “Einer aus der schweigenden Mehrheit”

  14. [...] Nachdem Altkanzler Schröder bereits kurz nach seinem Amtsverlust eine lukrative Tätigkeit bei einem in seiner Amtszeit geförderten Projekt angenommen hat, wollte sein ehemaliger Innenminister Otto Schily nicht zurückstehen und berät inzwischen Biometrie Firmen (vom Fingrn versteht er offensichtlich etwas).  Pikant ist, dass Schily als Minister seinen Abgang bereits gut vorbereitet hat und aktiv in die Vergabe der Aufträge für den neuen digitalen Ausweis in Deutschland eingegriffen hat.  Es wird interessant werden wie Herr Schily als Lobbyist Fingerabdrucksysteme in Projekten der öffentlichen (offenen) Hand platzieren wird.  [...]

  15. [...] …solltet Ihr Anschläge in Deutschland planen, knöpft Euch bitte auch mal - vielleicht sogar an erster Stelle - dieses Ziel vor. Er ist einer von Euch, ein Terrorist. Zwar aus dem gegnerischen Lager rund um den Vatikan, aber egal: Terrorist bleibt Terrorist. Noch schlimmer: Er terrorisiert wegen einer herbeifabulierten Bedrohung ein ganzes Volk und Land mit paranoiden Überwachungsmaßnahmen und verarbeitet offenbar die Folgen eines Anschlags gegen ihn, der nicht von Islamisten ausging, indem er im Amt radikale Scheisse verbreitet und in Gesetzesform gießt. Schließlich muss sich ja auch er, wie sein Vorgänger Otto Schily, mit einigen dicken Staatsaufträgen an Unternehmen das eine oder andere Berater-Pöstchen sichern. Solltet Ihr uns also helfen, diese rollende Bedrohung auszuschalten, verhelfe ich Euch danach auch gerne zu euren 70 Jungfrauen. [...]

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