Die menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen hat Yahoo aufgefordert, ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Regime transparent zu machen und darüber aufzuklären, ob durch die Mithilfe von Yahoo weitere Cyberdissidenten in China ins Gefängnis gekommen sind: Menschenrechtsorganisation wirft Yahoo rege Kooperation mit chinesischer Polizei vor.
Reporter ohne Grenzen hatte im September vorigen Jahres Vorwürfe veröffentlicht, Yahoo habe zur Verhaftung und Verurteilung des chinesischen Journalisten Shi Tao beigetragen. Nun vermuten die Menschenrechtler, Yahoo arbeite regelmäßig und „effizient“ mit der chinesischen Polizei zusammen. Das Unternehmen rechtfertige sich damit, dass es Daten aushändige, ohne den Hintergrund zu kennen, schreibt Reporter ohne Grenzen. Doch das Unternehmen müsse wissen, dass nicht nur gegen „gewöhnliche Kriminelle“ ermittelt werde, sondern gegen politische Dissidenten und Journalisten.