Mehrwert von gedruckten Tageszeitungen?
von markus um 17:56 am Donnerstag, 21. Dezember 2006
Irgendwie denke ich gerade bei der Überschrift “Umfrage stellt Mehrwert der Online-Ausgaben von Tageszeitungen in Frage” an das genaue Gegenteil. Wozu braucht man noch die gedruckte Ausgabe, die erst am nächsten Morgen erhältlich ist, weitgehend die News des letzten Tages zusammenfasst und dazu in einem gewöhnlich unhandlichem Druckformat kommt?
Hab ich eigentlich schonmal gesagt, dass ich gerne Sonntags morgens die Zeit im Spiegel-Format bei mir zuhause im Briefkasten liegen haben möchte? Aber der Rest?
Trackback URL | Incoming links
bookmarken bei | del.icio.us
| Digg it
| Furl
| StumbleUpon
| Mister Wong
| yigg it
Kommentare
10 Kommentare zu “Mehrwert von gedruckten Tageszeitungen?”
Schreibe einen Kommentar
Beachte bitte: Wir behalten uns eine Moderation der Kommentare vor und filtern zusätzlich nach Spam. Halte Dich bitte an die üblichen Benimmregeln!





- 


Dez 21st, 2006 @ 18:14
Weil Printausgaben beim Gelesenwerden keinen Strom verbrauchen? Weil sie nicht das Vorhandensein eines PCs/Laptops am Frühstückstisch voraussetzen? Weil man Blogs nicht als Unterlage fürs Tapezieren benutzen kann? ;)
Dez 21st, 2006 @ 18:15
Das letzte Argument lass ich gerne gelten.
Beim Stromverbrauch ist ja noch die Frage, was mehr die Umwelt belastet: Die Herstellung einer Durckausgabe oder das Notebook, was am Küchentisch eh online ist.
Dez 22nd, 2006 @ 0:15
Die Frage aus dem Artikeltitel haben sich vor ca. 10 Jahren auch die Zeitungen gestellt. Jetzt kann keine mehr ohne, und die Welt und die Sueddeutsche bauen ja online massiv aus. ;)
Interessant fand ich diese Zusammenfassung:
Wie groß mag der Anteil derjenigen sein, die keine Tageszeitung in Papierform beziehen, aber dennoch mehrfach täglich gleich mehrere Inhalte der Online-Ausgaben von Tageszeitungen beziehen, etwa per RSS? Wirklich so verschwindend gering, dass das nicht erfasst wurde? (Und sind das dann alles Blogger?)
Dez 22nd, 2006 @ 1:11
Fishwrap. Bzw. Biomüllwrap. Und das Lesen von Hintergrundartikeln.
Dez 22nd, 2006 @ 9:03
Ich hab nur eine Wochenzeitung (ZEIT) und lese diese waehrend der Fahrt zur Arbeit. Fuer eine Tageszeitung haette ich gar keine Zeit, zumal mich dann wohl nur der Lokalteil interessieren wuerde.
Dez 22nd, 2006 @ 11:23
Es hat nicht jeder einen Laptop. Gedruckte Zeitungen sind fürs Erste auch handlicher als Laptops. Ich persönlich finde auch, dass man längere Texte auf Papier besser lesen kann als am Bildschirm.
Dez 22nd, 2006 @ 11:27
Weil Artikel in der Offline-Ausgabe reflektierter sind, und in der Regel mehr Hintergrundinfos beinhalten. Der Zwang etwas so schnell wie moeglich auf die Seiten zu stellen entfaellt, somit bleibt mehr Zeit zum recherchieren.
Und ich meine hier nicht die Panorama-Seiten, sondern
etwa die Seite 3.
A.
PS. die Sport-Seiten sind Papierverschwendung, denn Sport ist Mord ;-)
PPS. Zum Anti-Spam : 4+0=4 und nichts anderes, auch wenn das dem Schutz nicht gefaellt.
Dez 22nd, 2006 @ 12:42
Andreas hat Recht. Und mein Kommentar weg…
Dez 22nd, 2006 @ 13:17
Soll heißen, ‘ist’ weg. Nun ja, was auch immer. Jedenfalls bin ich der Meinung, dass man zwar mit der Zeitung besser Mücken totschlagen kann, aber dieser Vorteil wird aufgewogen durch etliche Nachteile; vor allem wohl die fehlende Meinungsvielfalt. Denn mehr als ein Zeitschriftenabo können (bzw. wollen) sich viele nicht leisten.
Im Netz hingegen ist für jeden etwas dabei; gleichzeitig fallen einem hier dank der großen Auswahl an Quellen oft Zusammenhänge auf, die man als Offline-Abonnent nie bemerkt hätte.
Ach ja: Ob das Argument mit dem Stromsparen - bzw. Umwelt schützen - stimmt, soll mir bitte erstmal eine(r) vorrechnen. Aber er/sie sollte auch weiterdenken, als nur bis zum Vergleich zwischen den Stromverbräuchen von PC und Druckerei.
Am besten sogar bis zum Abfall, der durch bei der Mikroverfilmung der täglich anfallenden Zeitungsflut verwendete Chemikalien entsteht.
Dez 23rd, 2006 @ 0:23
[...] Wollt ich noch loswerden. Wie wäre es denn, sowas auch in der Print-Ausgabe zu bringen? Ich will ja keine Diskussion zur Relevanz von Online-Medien anzetteln. Ich denk aber, für den durchschnittlichen Online-Leser hat dieser Arkikel kaum Neuigkeitswert, zumindest wird er bloß nickend zustimmen. Hier wäre aber eine breit Diskussion notwendig, um was zu bewegen. [...]