Immer wieder: Brenner-Studie
von markus um 14:47 am Dienstag, 9. Mai 2006
Der Phonoverband hat mal wieder eine Brenner-Studie veröffentlicht. 10000 Menschen sollen demnach zu ihrem “Brenn-Verhalten” befragt worden sein. Wie jedes Jahr bietet die Studie wieder viel Raum für logische Fehler und sonstige Ungereimtheiten im Rahmen der IFPI-Propaganda. Bleed von der De-Bug hat sich die Studie mal angeschaut: Brennerstudie 2005 - Neu aber nur halb heiss.
Witzig finde ich folgende Aussage aus der IFPI-PM:
74% der Befragten laden sich Musik aus legalen, kostenpflichtigen Angeboten herunter, um sich legal zu verhalten. Dies bedeutet einen Anstieg um 5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2004.
Unser Test der Downloadportale aus dem Herbst 2005 findet sich übrigens in einer überarbeiteten und aktualisierten Version auf iRights.info: Der große Download-Shop-Test.
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Kommentare
3 Kommentare zu “Immer wieder: Brenner-Studie”
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Mai 9th, 2006 @ 15:18
Ich weiss nicht wie die Zahlen zustande kommen. Von meinen ca. 500 CD-R sind ganze 12 fürs Auto mit Privatkopien von selbsterworbenen Musik CDs bespielt (2,5 %). Der Rest 97,5% sind mit urherrechtsfreiem material oder mit Material an dem ich alle Urheberrechte besitze bespielt.
Wieso zahle ich dafür horrende Urheberrechtsabgaben auf Geräte und Medien?
Mai 9th, 2006 @ 17:21
Herr Wolf wurde wahrscheinlich nicht gefragt? Das könnte ein Grund sein, warum solche nicht Mainstreamkonsumverhaltensweisen in solhen Studien nicht auftauchen.
Du zahlst horrende Abgaben, weil eine Individualerfassung noch weniger gangbar wäre. Ich persönlich möchte kein Privatunternehmen in meinem Ohr haben, nur damit die Abrechnung stimmt.
Dass die Abgaben leider größtenteils zum falschen Zweck verwendet werden ist IMO das Problem.
Das Modell der Kulturflatrate wäre sinnvoller. Und aus Endkundensicht ist es ähnlich wie die Urheberrechtsabgaben. Du zahlst drauf um dafür etwas tun zu können.
Dez 26th, 2006 @ 6:11
[...] Es gibt mal wieder eine neue Brenner-Studie. Und IFPI ist sich nicht zu schade, Aussagen wie “74% der Befragten laden sich Musik aus legalen, kostenpflichtigen Angeboten herunter, um sich legal zu verhalten. ” zu veröffentlichen. Demnach müsste es doch ein vielfaches an legalen verkauften Downloads geben. Ob es sich hier um einen riesigen versteckten Steuerbetrug der Musikbranche handelt, ist nach wie vor unklar. [...]