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	<title>Kommentare zu: Hirnforschung: Gibt es den freien Willen?</title>
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	<description>Politik in der digitalen Gesellschaft</description>
	<pubDate>Tue, 02 Dec 2008 08:11:57 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Blogressiv &#187; Hirnforschung vs. Philosophie. Gibt es freien Willen?</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2006/hirnforschung-gibt-es-den-freien-willen/#comment-26865</link>
		<dc:creator>Blogressiv &#187; Hirnforschung vs. Philosophie. Gibt es freien Willen?</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Apr 2006 07:18:00 +0000</pubDate>
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		<description>[...] (via) [...]</description>
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		<title>Von: schomsko</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2006/hirnforschung-gibt-es-den-freien-willen/#comment-26860</link>
		<dc:creator>schomsko</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2006 23:01:27 +0000</pubDate>
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		<description>Lasst die Suchmaschinen tiefer ins Unterbewusstsein

Es ist Zeit f&#252;r die Emanzipation des Unterbewusstseins. Sein Bild ist immer noch stark von Freud gepr&#228;gt – ein Hort von Aggression und Sexualit&#228;t, der so irrational ist, wie unsere Tr&#228;ume. Dabei ist es so rational, dass es uns z.B. erlaubt, Auto zu fahren und danach zu merken: „Ach du liebe G&#252;te. Ich hab die letzten Minuten gar nicht bewusst auf die Stra&#223;e gesehen.“ Man muss sich nur mal vergegenw&#228;rtigen, was alles durch unsere Sinne dringt und im Hirn gespeichert wird, ohne vorerst in das Bewusstsein zu kommen. 
Nachdem der Mensch als etwas G&#246;ttliches gesehen wurde, unterteilte man den Menschen in menschliche und tierische Aspekte. Es wird Zeit, alle Aspekte als absolut menschlich zu sehen und das Unterbewusstsein nicht mehr zu diskriminieren. 
Es ist nicht gerechtfertigt, den Willen im Bewusstsein zu lokalisieren. Zum einen sind die Grenzen zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein flie&#223;end und zum Anderen gibt es viele Willen, die Sowohl im Unter- als auch im Bewusstsein ihre Interessen vertreten. 
Die Willensfreiheit wird dann verwirklicht, wenn sich ein Wille gegen andere Willen durchsetzen kann, ohne das die anderen Willen darunter zu sehr unfrei werden. Ein Beispiel: Ich sehe fern und muss aufs Klo. Die beiden Willen konkurrieren miteinander. Ich werde so lange weiter Fernsehen, bis der Klowille den Fernsehwillen &#252;berwiegt. Auch wenn es eine bewusste Entscheidung ist, fern zu sehen und nicht aufs Klo zu gehen, so f&#252;hle ich mich unfrei - gefesselt vom Fernsehen. Und wenn ich aufs Klo gehe um mich vom Klowillen zu befreien, trauere ich dem vermissten Fernsehkonsum nach. Ich f&#252;hle mich unfrei, wenn mir bewusst ist, das ich einen Willen nicht durchsetze. 
Was als freier Wille im Bewusstsein verstanden wird, geht auf Intelligenz als  Probleml&#246;sungsstrategie zur&#252;ck. Es wird ein bewusster Deal gemacht, der zwischen den Willen vermittelt. Ich sehe fern bis zur Werbung und gehe dann aufs Klo. Nun ist es sicherlich so, dass diese Entscheidung nur im Bewusstsein stattfindet, aber durch das Unterbewusstsein determiniert ist. Die Freiheit des „einen Willens“ wie auch das „Ich“ ist die Bewusstheit der Vermittlerposition zwischen verschiedenen Willen. 
Diese Vermittlerposition, das Ich, wurde und wird als etwas g&#246;ttliches gesehen, als Zen, das in den Himmel kommt oder in einem anderen K&#246;rper und einem anderen Geist wiedergeboren wird. Es ist unm&#246;glich, dieses metaphysische Element aufzugeben, weil wir alle erfahren haben, das es mehr gibt, als Materie: Information. Das Innen-Au&#223;en-Problem von dem „Ding“, welches wahrnimmt wird noch f&#252;r einige Zeit ein Riesenproblem der Philosophie sein. Da wirkt es doch etwas albern, wenn der J&#252;rgen H. die Angst hat, die Innenansicht des Ichs k&#246;nnte in Vergessenheit geraten oder das Bewusstsein der Determiniertheit w&#252;rde uns alle zu freudschen Lustmolchen machen. Aber zur&#252;ck zum Willen. 
Den „Triumph des Willens“ k&#246;nnen wir immer dann feiern, wenn wir tempor&#228;r von nur einem Willen „beseelt“ sind, wie der Endsieg im Sport oder in dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte. Immer dann, wenn wir uns der Illusion hingeben, es g&#228;be nur ein Ziel, einen Weg und einen Willen. Wenn das „Ich“ glaubt, mit einem Willen auch andere Willen befriedigen zu k&#246;nnen – nach dem Motte: „Wenn ich genug Geld habe, bekomme ich alle Frauen ins Bett“. Diese totale Hingabe und Verachtung der komplexen Pers&#246;nlichkeit ist mit einem gro&#223;en Freiheitsgef&#252;hl verbunden – zu finden bei Sekten, Terroristen und hoffentlich auch bei deutschen Fu&#223;ballnationalspielern. Die „Willensfreiheit“ geniest man bis zur Kriese. 
Den besten Deal zu suchen, ist die Funktion des Ichs. Diese Vermittlerposition f&#252;hlt sich &#252;berlegen, wie sich die Regierung einer Bev&#246;lkerung &#252;berlegen f&#252;hlt. Der Staat bin ich.  
Nun sollte man das Unterbewusstsein nicht d&#228;monisieren und die Willensfreiheit gleichzeitig auf ein Podest heben. Denn so werden weniger wichtige Willen unterdr&#252;ckt und k&#246;nnen unbewusster auf das Ich einwirken. Wie gesagt, die Grenzen zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein sind flie&#223;end. Es klingt zuerst paradox, aber wenn das Ich die Unfreiheit seiner selbst akzeptiert, wird es nicht zum unmoralischen Roboter, sondern es geht st&#228;rker und bewusster auf alle Aspekte seines Unterbewusstseins ein. So wird die Effizienz der Deals zwischen den Willen erh&#246;ht. Die Effizienzsteigerung wird als Freiheit wahrgenommen. Die Gegenannahme ist die Angst vor einem Zuviel an verschiedenen unterbewussten Willen und vor einer daraus resultierenden Handlungsunf&#228;higkeit. Das ist wie die Babel-Angst vor dem Rauschen der Informationsflut in der Weblogsph&#228;re. Das Vermittler-Ich ist wie Suchmaschienen und Themenkataloge. Es kann Ordnung in das Chaos bringen. Und es ist gut, jedes noch so kleine Detail einzubeziehen. Die Freiheit des Willens erh&#246;ht sich durch die Akzeptanz seiner Unfreiheit, so wie sich die Objektivit&#228;t des Journalismus durch die Erkenntnis der allgemeinen Subjektivit&#228;t erh&#246;ht. Wenn ein Sklave nicht erkennt, dass er ein Sklave ist, wird er sich auch nicht befreien k&#246;nnen. Prometheus sollte nicht umsonst gequ&#228;lt worden sein. Lasst erstmal Gott sterben und mit ihm den freien Willen. Vielleicht erkennen wir irgendwann, was Information eigentlich ist.
P.S.  
Habermas sollte sich mal lieber darum k&#252;mmern, wie seine Theorien in der Public-Relations-„Wissenschaft“ missbraucht werden - Da wird Propaganda als Diskurs gefeiert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lasst die Suchmaschinen tiefer ins Unterbewusstsein</p>
<p>Es ist Zeit f&uuml;r die Emanzipation des Unterbewusstseins. Sein Bild ist immer noch stark von Freud gepr&auml;gt – ein Hort von Aggression und Sexualit&auml;t, der so irrational ist, wie unsere Tr&auml;ume. Dabei ist es so rational, dass es uns z.B. erlaubt, Auto zu fahren und danach zu merken: „Ach du liebe G&uuml;te. Ich hab die letzten Minuten gar nicht bewusst auf die Stra&szlig;e gesehen.“ Man muss sich nur mal vergegenw&auml;rtigen, was alles durch unsere Sinne dringt und im Hirn gespeichert wird, ohne vorerst in das Bewusstsein zu kommen.<br />
Nachdem der Mensch als etwas G&ouml;ttliches gesehen wurde, unterteilte man den Menschen in menschliche und tierische Aspekte. Es wird Zeit, alle Aspekte als absolut menschlich zu sehen und das Unterbewusstsein nicht mehr zu diskriminieren.<br />
Es ist nicht gerechtfertigt, den Willen im Bewusstsein zu lokalisieren. Zum einen sind die Grenzen zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein flie&szlig;end und zum Anderen gibt es viele Willen, die Sowohl im Unter- als auch im Bewusstsein ihre Interessen vertreten.<br />
Die Willensfreiheit wird dann verwirklicht, wenn sich ein Wille gegen andere Willen durchsetzen kann, ohne das die anderen Willen darunter zu sehr unfrei werden. Ein Beispiel: Ich sehe fern und muss aufs Klo. Die beiden Willen konkurrieren miteinander. Ich werde so lange weiter Fernsehen, bis der Klowille den Fernsehwillen &uuml;berwiegt. Auch wenn es eine bewusste Entscheidung ist, fern zu sehen und nicht aufs Klo zu gehen, so f&uuml;hle ich mich unfrei - gefesselt vom Fernsehen. Und wenn ich aufs Klo gehe um mich vom Klowillen zu befreien, trauere ich dem vermissten Fernsehkonsum nach. Ich f&uuml;hle mich unfrei, wenn mir bewusst ist, das ich einen Willen nicht durchsetze.<br />
Was als freier Wille im Bewusstsein verstanden wird, geht auf Intelligenz als  Probleml&ouml;sungsstrategie zur&uuml;ck. Es wird ein bewusster Deal gemacht, der zwischen den Willen vermittelt. Ich sehe fern bis zur Werbung und gehe dann aufs Klo. Nun ist es sicherlich so, dass diese Entscheidung nur im Bewusstsein stattfindet, aber durch das Unterbewusstsein determiniert ist. Die Freiheit des „einen Willens“ wie auch das „Ich“ ist die Bewusstheit der Vermittlerposition zwischen verschiedenen Willen.<br />
Diese Vermittlerposition, das Ich, wurde und wird als etwas g&ouml;ttliches gesehen, als Zen, das in den Himmel kommt oder in einem anderen K&ouml;rper und einem anderen Geist wiedergeboren wird. Es ist unm&ouml;glich, dieses metaphysische Element aufzugeben, weil wir alle erfahren haben, das es mehr gibt, als Materie: Information. Das Innen-Au&szlig;en-Problem von dem „Ding“, welches wahrnimmt wird noch f&uuml;r einige Zeit ein Riesenproblem der Philosophie sein. Da wirkt es doch etwas albern, wenn der J&uuml;rgen H. die Angst hat, die Innenansicht des Ichs k&ouml;nnte in Vergessenheit geraten oder das Bewusstsein der Determiniertheit w&uuml;rde uns alle zu freudschen Lustmolchen machen. Aber zur&uuml;ck zum Willen.<br />
Den „Triumph des Willens“ k&ouml;nnen wir immer dann feiern, wenn wir tempor&auml;r von nur einem Willen „beseelt“ sind, wie der Endsieg im Sport oder in dunklen Kapiteln der deutschen Geschichte. Immer dann, wenn wir uns der Illusion hingeben, es g&auml;be nur ein Ziel, einen Weg und einen Willen. Wenn das „Ich“ glaubt, mit einem Willen auch andere Willen befriedigen zu k&ouml;nnen – nach dem Motte: „Wenn ich genug Geld habe, bekomme ich alle Frauen ins Bett“. Diese totale Hingabe und Verachtung der komplexen Pers&ouml;nlichkeit ist mit einem gro&szlig;en Freiheitsgef&uuml;hl verbunden – zu finden bei Sekten, Terroristen und hoffentlich auch bei deutschen Fu&szlig;ballnationalspielern. Die „Willensfreiheit“ geniest man bis zur Kriese.<br />
Den besten Deal zu suchen, ist die Funktion des Ichs. Diese Vermittlerposition f&uuml;hlt sich &uuml;berlegen, wie sich die Regierung einer Bev&ouml;lkerung &uuml;berlegen f&uuml;hlt. Der Staat bin ich.<br />
Nun sollte man das Unterbewusstsein nicht d&auml;monisieren und die Willensfreiheit gleichzeitig auf ein Podest heben. Denn so werden weniger wichtige Willen unterdr&uuml;ckt und k&ouml;nnen unbewusster auf das Ich einwirken. Wie gesagt, die Grenzen zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein sind flie&szlig;end. Es klingt zuerst paradox, aber wenn das Ich die Unfreiheit seiner selbst akzeptiert, wird es nicht zum unmoralischen Roboter, sondern es geht st&auml;rker und bewusster auf alle Aspekte seines Unterbewusstseins ein. So wird die Effizienz der Deals zwischen den Willen erh&ouml;ht. Die Effizienzsteigerung wird als Freiheit wahrgenommen. Die Gegenannahme ist die Angst vor einem Zuviel an verschiedenen unterbewussten Willen und vor einer daraus resultierenden Handlungsunf&auml;higkeit. Das ist wie die Babel-Angst vor dem Rauschen der Informationsflut in der Weblogsph&auml;re. Das Vermittler-Ich ist wie Suchmaschienen und Themenkataloge. Es kann Ordnung in das Chaos bringen. Und es ist gut, jedes noch so kleine Detail einzubeziehen. Die Freiheit des Willens erh&ouml;ht sich durch die Akzeptanz seiner Unfreiheit, so wie sich die Objektivit&auml;t des Journalismus durch die Erkenntnis der allgemeinen Subjektivit&auml;t erh&ouml;ht. Wenn ein Sklave nicht erkennt, dass er ein Sklave ist, wird er sich auch nicht befreien k&ouml;nnen. Prometheus sollte nicht umsonst gequ&auml;lt worden sein. Lasst erstmal Gott sterben und mit ihm den freien Willen. Vielleicht erkennen wir irgendwann, was Information eigentlich ist.<br />
P.S.<br />
Habermas sollte sich mal lieber darum k&uuml;mmern, wie seine Theorien in der Public-Relations-„Wissenschaft“ missbraucht werden - Da wird Propaganda als Diskurs gefeiert.</p>
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		<title>Von: Musikdieb</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2006/hirnforschung-gibt-es-den-freien-willen/#comment-26853</link>
		<dc:creator>Musikdieb</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2006 17:24:45 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hab's mir jetzt nicht durchgelesen, aber mein Kommentar: Wer durch das Weltbild eines anderen seinen freien Willen gef&#228;hrdet sieht, hat keinen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab&#8217;s mir jetzt nicht durchgelesen, aber mein Kommentar: Wer durch das Weltbild eines anderen seinen freien Willen gef&auml;hrdet sieht, hat keinen.</p>
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		<title>Von: Lea Nicolaisen</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2006/hirnforschung-gibt-es-den-freien-willen/#comment-26852</link>
		<dc:creator>Lea Nicolaisen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2006 16:39:28 +0000</pubDate>
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		<description>Diese Diskussion ist jahrtausendealt; aber ich finde es durchaus nicht unspannend, dies auch mal vom netzpolitischen Aspekt her zu beleuchten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Diskussion ist jahrtausendealt; aber ich finde es durchaus nicht unspannend, dies auch mal vom netzpolitischen Aspekt her zu beleuchten.</p>
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	<item>
		<title>Von: eDemokratie.ch &#187; Blog Archive &#187; Â«Der freie Wille ist nur ein gutes GefÃ¼hlÂ»</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2006/hirnforschung-gibt-es-den-freien-willen/#comment-26851</link>
		<dc:creator>eDemokratie.ch &#187; Blog Archive &#187; Â«Der freie Wille ist nur ein gutes GefÃ¼hlÂ»</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Apr 2006 16:36:47 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Via netzpolitik.org  GefÃ¼hle  Handlungstheorie [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Via netzpolitik.org  GefÃ¼hle  Handlungstheorie [...]</p>
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