Die neue IT-Welt des FBI

Die Washington Post hat eine sehr interessanten Artikel über das Scheitern eines großen Softwareprojekts des FBIs. Dieses Projekt sollte das FBI in das 21 Jahrhundert katapultieren, trotz enormen Budget und politischem 9/11-Willen ist dieses Projekt jedoch gescheitert.

Was lernen wir daraus? Wenn Polizeibehörden immer stärker auf IT setzen, diese aber nicht oder nur schlecht funktioniert, ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis Personen aufgrund Computerpannen oder -fehlbedienungen vor Gericht stehen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Oliver Zendel, Netzpolitik.org.

6 Kommentare

  1. kobalt
    Erstellt am 20. August 2006 um 11:26 | Permanent-Link

    “guilty by system error” bedeutet, ins deutsche übersetzt, “Schleierfahndung, vorbeugende Überwachung”.

  2. Oliver Zendel
    Erstellt am 20. August 2006 um 13:19 | Permanent-Link

    Hallo kobalt, ich kann Deine Übersetzung nicht Nachvollziehen. Soweit ich weiß existiert “guilty by system error” im englischen Sprachraum gar nicht als fester Begriff.

    Ich fand hier eine Analogie zum Filmtitel “Guilty by Suspicion” eigentlich ganz witzig, da dieser Begriff aber wohl Verwirrung stiftet und keinen informativen Beitrag leistet, habe ich “guilty by system error” einfach gestrichen.

  3. Erstellt am 20. August 2006 um 17:56 | Permanent-Link

    Viel schlimmer: Wenn Personen auf Grund von Computerpannen nicht vor Gericht stehen.

  4. kobalt
    Erstellt am 20. August 2006 um 22:49 | Permanent-Link

    @ oliver:

    es war ein wenig krumm gedacht. ich bezog mich auf “…ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit bis Personen aufgrund Computerpannen oder -fehlbedienungen vor Gericht stehen.”

    und meinte, daß menschen inzwischen auch aufgrund von fahndungsmethoden als verdächtig erscheinen, wie die frau, der man die einreise in die USA verweigerte, weil sie einen Koran gekauft hatte. damit paßte sie in ein raster und *schwupps* wurde sie aufgrund der fahndungsmethode zur terroristin erklärt.

  5. Erstellt am 20. August 2006 um 23:03 | Permanent-Link

    @simon: Kann ich jetzt nicht wirklich nachvollziehen. Warum soll das “viel schlimmer” sein? Da hab ich lieber fünf Autodiebe und ein paar Drogendealer mehr frei herumlaufen, als Jemanden jahrelang unschuldig im Gefängnis.

  6. Erstellt am 22. August 2006 um 18:43 | Permanent-Link

    @Florian:

    Sicher Wertungssache. Ich meinte eben nur, dass man bei aller Freiheitsliebe und allem Misstrauen gegen die Staatsmacht nicht vergessen sollte, dass deren Hauptaufgabe immer noch der Schutz der Bürger ist, nicht deren Unterdrückung.

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.