Google löscht Belgien

Lustige Sache: Da verklagen in Belgien verschiedene Verlage Google wegen Aufnahme ihrer Daten in Google News und jetzt wundern sie sich, dass Google Belgien ihre Webseiten aus dem Google-Index genommen hat: Google löscht Belgien.

“Wir haben genau das getan, wozu uns das Gericht verurteilt hat”, sagte Google-Sprecherin Rachel Whetstone auf Anfrage der französischen Nachrichtenagentur AFP, “Wir haben die kompletten Websites aus der belgischen Version von Google News und von Google.be entfernt.”

Update: Ein Blick auf google.be lohnt sich dafür:

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Digitalkultur, Urheberrecht. Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

3 Kommentare

  1. kobalt
    Erstellt am 27. September 2006 um 10:33 | Permanent-Link

    da die zeitungen nur aus google.be gelöscht worden sind, und sie, auch wenn sie aus google.com, google.at etc. gelöscht werden würden, weiterhin in anderen indices auftauchten, halte ich die gerichtliche klage der zeitungen für eine marketingaktion. die wolten einfach mal in der öffentlichkeit auffallen.
    außerdem, wenn die zeitungen im i-net nicht länger verfügbar wären, wären sie quasi tot. und das liegt ja wohl kaum in der absicht der zeitungsmacher, die ja irgendwie ihre brötchen verdienen wollen.

  2. anonym
    Erstellt am 30. Dezember 2007 um 20:00 | Permanent-Link

    Google nutzt sein Erpressungspotential

  3. Erstellt am 31. März 2008 um 09:57 | Permanent-Link

    so einfach ist das Thema nun ja auch wieder nicht.
    Scheinbar sind hier beide Trotzköpfe aneinander geraten.
    Leider ist das mit dem Monopol so eine Sache, die hat viele für und wider hat.

6 Trackbacks

  1. Von eldersign.de » Blog Archive » webuntauglich am 8. Oktober 2006 um 13:32

    [...] webuntauglich Zieht den Stecker! Kappt die Verbindung! Nehmt ihnen die Rechner weg!Es gibt ja Leute, die sollten besser die Finger vom Internet lassen. Weil es besser ist, für sie und für ihre (virtuelle) Umwelt.Zwei wirklich eindrucksvolle Beispiele zeigen uns die Netzpolitik und der Batz: [...]

  2. [...] Lustige Sache: Da verklagen in Belgien verschiedene Verlage Google wegen Aufnahme ihrer Daten in Google News und jetzt wundern sie sich, dass Google Belgien ihre Webseiten aus dem Google-Index genommen hat: Google löscht Belgien. [...]

  3. [...] Nachdem Googles Einspruch gegen ein Gerichtsurtei vorgestern zurückgewiesen wurde gab es nun prompt die Reaktion: belgische Seiten sind aus dem Google Index verschwunden. Netzpolitik findets lustig, ich schliesse mich an… [...]

  4. [...] In Belgien hat Google erneut in einem Urheberrechtsstreit verloren. Vorangegangen waren Klagen von Medienhäusern, die in Google-News eine Urheberrechtsverletzung sahen. Kann ja auch gar nicht angehen, dass man über solche praktischen Servcies einfach so auf unbekannte Medien stösst und diese auch noch liest. Also wurde geklagt und Google hat verloren. Daraufhin wurden die Medien auch aus der Google-Suchamschine genommen, was die wiederum nicht lustig fanden (Wa sist daraus eigentlich geworden?). [...]

  5. [...] Das Gericht in Belgien untersagt es Google nämlich (Berufungsverfahren nach einem Urteil gegen Google im September 2006), nationale Zeitungsartikel zu verbreiten. Betrieben hat das Verfahren die Firma Copiepresse. Es wurde Google angekreidet, dass Zeitungsartikel auch über Google eingesehen werden können, wenn diese längst nicht mehr öffentlich, sondern nur mehr gegen Bezahlung, verfügbar sind. Hier kann nur der Google-Zwischenspeicher (Cache) gemeint sein, weil der nomale Link aus dem Suchergebnis zu einem nicht mehr verfügbaren Artikel ja sowieso ins Leere geht und nicht zum gefundenen Artikel führt. Im Cache sind Inhalte noch eine Zeit lang (das variiert zwar, kann aber durchaus ein Monat sein) verfügbar, auch wenn die entsprechenden Seiten nicht mehr online sind. [...]

  6. [...] Google vor einiger Zeit Belgien gelöscht und den zugehörigen Urheberrechtsstreit verloren hat, steht jetzt der Antrag auf [...]

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