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	<title>Kommentare zu: Deutsche Stiftung Eigentum</title>
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	<description>Politik in der digitalen Gesellschaft</description>
	<pubDate>Fri, 21 Nov 2008 10:17:33 +0000</pubDate>
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		<title>Von: schomsko</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2006/deutsche-stiftung-eigentum/#comment-35313</link>
		<dc:creator>schomsko</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2006 16:40:21 +0000</pubDate>
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		<description>Auf der Website der Stiftung steht unter "Aufgaben und Ziele":
"Es ist mit Sorge zu beobachten, da&#223; die grundlegende Bedeutung des Eigentums...immer mehr in den Hintergrund tritt. ...Sie (die Stiftung) hat sich zum Ziel gesetzt, als 'Anwalt des Eigentums' den grundlegenden Rang des Eigentums neu zu verankern. Dies betrifft, um nur einige Felder zu benennen, das Unternehmens-, das Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht, das Miet- und Umweltrecht, schlie&#223;lich das Urheberrecht als Kern des geistigen Eigentums."

Unabh&#228;ngig ist diese Stiftung sicher nicht. Nach Betrachtung der Website bleibt nur der Schluss, dass die Stiftung der Gesellschaft enormen Schaden zuf&#252;gen kann, wenn nicht ausgiebig &#252;ber sie berichtet wird. Hoffentlich gibt es in Deutschland Professoren, die man als Experten gewinnen kann.  

Wissenschaftlich l&#228;sst sich die Wirtschaftlichkeit von Hardcore-Eigentum im Gegensatz zur Wirtschaftlichkeit einer intakten Umwelt und eines intakten Sozialstaates wohl nur unzureichend abw&#228;gen. Volkswirtschaftlich ist Beschr&#228;nkung des Eigentums wahrscheinlich sinnvoll - gl&#252;ckliche Menschen sind flei&#223;ig und Umweltkatostrophen belasten den Steuerzahler. Aber betriebswirtschaftlich sollte Eigentum nat&#252;rlich hardcore sein - wenn man ein gro&#223;es Inventar an Eigentum hat und nicht auf fremdes Eigentum angewiesen ist. W&#228;ren die Stra&#223;en zum Beispiel Privateigentum, so w&#252;rden es kleine Speditionsunternehmen schwerer haben, als solche, die eventuell selber Stra&#223;en besitzen.  

Bei geistigem Eigentum muss man zudem zwei besondere Eigenschaften in die Betrachtung des Systems einbeziehen. Erstens entsteht durch eine erh&#246;hte Verbreitung keine Knappheit des "Rohstoffs" und zweitens ist Information zugleich Input und Ouput des eigenen Produktionsprozesses. 

Die Stiftung wird alle, die gegen sie argumentieren, als Kommunisten verunglimpfen. Deswegen muss klar sein, dass Eigentum und Freiheit einander bedingen. Aber es muss auch klar sein, dass Eigentum verpflichtet und nicht zum Schaden der Gesellschaft verwendet werden darf. Wahrscheinlich sollte man Experten finden, die sich mit Kartellrecht auskennen - sie kennen am besten die negativen Auswirkungen von Eigentum. Eigentum darf nicht dem Wettbewerb entgegen stehen. Denn dann steht Eigentum gegen die Freiheit des Marktes.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Website der Stiftung steht unter &#8220;Aufgaben und Ziele&#8221;:<br />
&#8220;Es ist mit Sorge zu beobachten, da&#223; die grundlegende Bedeutung des Eigentums&#8230;immer mehr in den Hintergrund tritt. &#8230;Sie (die Stiftung) hat sich zum Ziel gesetzt, als &#8216;Anwalt des Eigentums&#8217; den grundlegenden Rang des Eigentums neu zu verankern. Dies betrifft, um nur einige Felder zu benennen, das Unternehmens-, das Arbeits- und Betriebsverfassungsrecht, das Miet- und Umweltrecht, schlie&#223;lich das Urheberrecht als Kern des geistigen Eigentums.&#8221;</p>
<p>Unabh&#228;ngig ist diese Stiftung sicher nicht. Nach Betrachtung der Website bleibt nur der Schluss, dass die Stiftung der Gesellschaft enormen Schaden zuf&#252;gen kann, wenn nicht ausgiebig &#252;ber sie berichtet wird. Hoffentlich gibt es in Deutschland Professoren, die man als Experten gewinnen kann.  </p>
<p>Wissenschaftlich l&#228;sst sich die Wirtschaftlichkeit von Hardcore-Eigentum im Gegensatz zur Wirtschaftlichkeit einer intakten Umwelt und eines intakten Sozialstaates wohl nur unzureichend abw&#228;gen. Volkswirtschaftlich ist Beschr&#228;nkung des Eigentums wahrscheinlich sinnvoll - gl&#252;ckliche Menschen sind flei&#223;ig und Umweltkatostrophen belasten den Steuerzahler. Aber betriebswirtschaftlich sollte Eigentum nat&#252;rlich hardcore sein - wenn man ein gro&#223;es Inventar an Eigentum hat und nicht auf fremdes Eigentum angewiesen ist. W&#228;ren die Stra&#223;en zum Beispiel Privateigentum, so w&#252;rden es kleine Speditionsunternehmen schwerer haben, als solche, die eventuell selber Stra&#223;en besitzen.  </p>
<p>Bei geistigem Eigentum muss man zudem zwei besondere Eigenschaften in die Betrachtung des Systems einbeziehen. Erstens entsteht durch eine erh&#246;hte Verbreitung keine Knappheit des &#8220;Rohstoffs&#8221; und zweitens ist Information zugleich Input und Ouput des eigenen Produktionsprozesses. </p>
<p>Die Stiftung wird alle, die gegen sie argumentieren, als Kommunisten verunglimpfen. Deswegen muss klar sein, dass Eigentum und Freiheit einander bedingen. Aber es muss auch klar sein, dass Eigentum verpflichtet und nicht zum Schaden der Gesellschaft verwendet werden darf. Wahrscheinlich sollte man Experten finden, die sich mit Kartellrecht auskennen - sie kennen am besten die negativen Auswirkungen von Eigentum. Eigentum darf nicht dem Wettbewerb entgegen stehen. Denn dann steht Eigentum gegen die Freiheit des Marktes.</p>
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		<title>Von: markus</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2006/deutsche-stiftung-eigentum/#comment-35310</link>
		<dc:creator>markus</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2006 16:20:57 +0000</pubDate>
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		<description>Wenn's um die Ecke w&#228;re, w&#252;rde ich vermutlich mal vorbeischauen. Aber bis zum Wannsee fahr ich nicht, um mir eine staubtrockene und vermutlich extrem langweilige Lobbyveranstaltung anzutun.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn&#8217;s um die Ecke w&#228;re, w&#252;rde ich vermutlich mal vorbeischauen. Aber bis zum Wannsee fahr ich nicht, um mir eine staubtrockene und vermutlich extrem langweilige Lobbyveranstaltung anzutun.</p>
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		<title>Von: Ralf Bendrath</title>
		<link>http://netzpolitik.org/2006/deutsche-stiftung-eigentum/#comment-35309</link>
		<dc:creator>Ralf Bendrath</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2006 16:01:04 +0000</pubDate>
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		<description>Bei einem "Bericht zur Lage des Eigentums" f&#228;llt mir intuitiv sofort der Armutsbericht ein. Vielleicht sollte man das mal st&#228;rker thematisieren: Armuts- und Reichtumsverteilung in Bezug auf "geistiges Eigentum", und wie aktuelle Tendenzen in Politik und Rechts hier die Ungleichheiten zwischen "reichen Konzernen" auf der einen Seite und "B&#252;rgern und kleinen Unternehmen" auf der anderen Seite noch versch&#228;rfen? 
Wie auch immer: Gehst du hin, Markus?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei einem &#8220;Bericht zur Lage des Eigentums&#8221; f&#228;llt mir intuitiv sofort der Armutsbericht ein. Vielleicht sollte man das mal st&#228;rker thematisieren: Armuts- und Reichtumsverteilung in Bezug auf &#8220;geistiges Eigentum&#8221;, und wie aktuelle Tendenzen in Politik und Rechts hier die Ungleichheiten zwischen &#8220;reichen Konzernen&#8221; auf der einen Seite und &#8220;B&#252;rgern und kleinen Unternehmen&#8221; auf der anderen Seite noch versch&#228;rfen?<br />
Wie auch immer: Gehst du hin, Markus?</p>
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