Bitkom: DRM-Markt ist klein und unbedeutend

Bitkom hat eine Studie mit sechs Technolgie-Zukunftsfeldern erstellt, die neue Jobs schaffen sollen. Das ist eigentlich nicht weiter interessant, allerdings verwunderte mich gerade folgendes:

6. Digitales Rechtemanagement: Es schützt die Urheberrechte an digitalen medialen Inhalten und ermöglicht ihre individuelle Verwertung und Abrechnung. Dieser Markt wird weltweit von rund 500 Millionen Euro in 2005 auf 2 Milliarden Euro im Jahr 2010 wachsen.

Ob man für einen weltweiten kleinen Markt von zwei Milliarden Euro in 2010 die ganzen Kollateralschäden für eine digitale Umgebung in Kauf nehmen muss?

Hier ist die Studie als PDF.

Ansonsten gibt es noch so schöne Formulierungen wie diese auf Seite 28:

“Als erheblichen Standortnachteil betrachten die Branchenteilnehmer derzeit die hiesigen Bestimmungen zum Datenschutz. Restriktionen ergeben sich hier insbesondere für eine grossflächige zivile Nutzung, beispielsweise im Bereich der Einreisekontrolle oder bei Automatisierungskontrollen für die Kunden privatwirtschaftlicher Unternehmen: Ohne explizite Einwilligung der betreffenden Personen dürfen biometrische Merkmale derzeit nicht genutzt werden.”

Ah ja…

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Informationstechnologie, Urheberrecht und getagged , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

2 Kommentare

  1. kobalt
    Erstellt am 14. Dezember 2006 um 14:41 | Permanent-Link

    tgdaily.com

    “Jerry Pierce, senior vice president of technology at Universal Pictures, told us that his company is fully aware that DRM will not stop piracy, but is rather aimed at preventing mass-piracy. “I don’t think DRM is about a certain technology, DRM is about usage rules. If consumers purchase an HD version of one of our movies and if they make a same quality copy and they can hand that to their friends – and if that was easy to do – they cross the line.” In regards to private copies, Pierce said: “A properly controlled private copy, with a version that runs on the consumer’s hard drive and their media server, yes, I believe that there should be ways to enable that.”

  2. Don Dan
    Erstellt am 27. Dezember 2006 um 12:15 | Permanent-Link

    Wegen dem “kleinen” Zukunftsmarkt DRM. Die Bedeutung ergibt sich nicht aus dem Umsatz dieses Marktes an sich. Sondern daraus, welche Märkte mit dem “Schlüssel” DRM zukunftsfähig werden, nämlich zumindest ein großer Teil des Online-Content Marktes, und den kann man in Zahlen gar nicht abschätzen.

Ein Trackback

  1. [...] Das Wunschpaket der Industrie für den IT-Gipfel steht: Roland Berger hat für Bitkom eine Studie mit sechs Technolgie-Zukunftsfeldern erstellt, die neue Jobs schaffen sollen. Und stellt fest, dass der ZUkunftsmarkt DRM eigentlich recht klein und der Datenschutz für RFID störend ist. [...]

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