Andere arbeiten lassen und möglichst wenig dafür bezahlen

Hab ich was verpasst? Auf Spiegel Online schreibt Richard Meusers über das Prinzip “Andere arbeiten lassen und möglichst wenig dafür bezahlen” in Bezug auf “Bürgerjournalisten”: Du knipst – ich verdiene. Lustigerweise wird dabei ausgiebig auf die Konkurrenz verwiesen, aber nicht auf die vielfältigen eigenen Beiträge, wo z.B. Nutzer aufgefordert werden, Mash-Ups oder andere Dinge einzuschicken. Oder übersehe ich die Selbst-Ironie?

Andere arbeiten lassen und möglichst wenig dafür bezahlen: Diesem Prinzip folgen inzwischen mehrere deutsche Printmedien. Hobby-Knipser liefern gegen Honorar oder gar kostenlos Bilder zu – und machen so klaglos mit bei der Entwertung professioneller Arbeit.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Aus der Reihe, Deutschland, Digitalkultur und getagged , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

3 Kommentare

  1. Erstellt am 4. Oktober 2006 um 19:48 | Permanent-Link

    Hallo Namenskollege :-)

    Mit der Frage nach der Selbstironie hast Du sicherlich Recht. Wenn SpOn mehr und mehr user generated content Seiten anbietet, dann werden vielleicht auch derart kritische artikel verschwinden.

    Spiegel Online berichtet leider nicht darüber, dass das Thema bereits seit gut drei Monaten bei Flickr und an anderen Stellen im Netz vor sich hinköchelt.

    Vor drei Monaten gab es bereits einen linkhaltigen zusammenfassenden Artikel zum Thema „Medien, Hamburg: Lifestyle-Magazin Max zahlt keine Foto-Honorare für Flickr Fotos“. Gerade eben habe ich noch eine Aktualisierung mit Links zu zwei gedruckten Artikeln u.a. SpOn angefügt.

    http://sankt-georg.info/fotografie/93/Hamburg-Medien-MAX-Flickr-Burda-Magazin-Foto-Honorar

  2. stellgroesse
    Erstellt am 5. Oktober 2006 um 11:49 | Permanent-Link

    Die gleiche Diskussion war vor kurzem auf spreeblick.de (http://www.spreeblick.com/2006/09/21/you-tube-my-space-flickr-com/). Ist sehr zu empfehlen und witzig.

    Interessant ist auch, dass die große Mehrheit der Meinung ist, dass man das Geschäft nicht den Aggregatoren a la Google überlassen sollte.

    http://www.voteo.de/tag_Spreeblick

    Die Abstimmung zu dem Thema hat auf voteo.de stattgefunden.

  3. Erstellt am 4. Dezember 2009 um 11:19 | Permanent-Link

    Sind ja alles faule Ausreden, von wegen “man möchte die jungen Fotografen bekannt machen”. Wie ehrenwert ;)

    Aber solange die Leute mitmachen, wird es sich wohl halten. Schade …

2 Trackbacks

  1. [...] “Citizen Journalism”: Leser und Blogger als Reporter, die teilweise von Redakteuren betreut werden, darüber hatten wir ja schon mehrfach berichtet. [...]

  2. Von Worte,Zeichen,Bilder am 25. November 2007 um 17:35

    [...] zäher als geglaubt. Zeitlos ist aber das von Dr. Andreas Weigand angeführte Geschäftskonzept A.A.L., Andere Arbeiten Lassen, wobei ich das ContentProduzieren von Bloggern dem allgemeinen [...]

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