30% weniger für die BpB dank Schäuble?

Kann man den Innenminister mal in den verdienten Ruhestand schicken, bevor der weiter Amok läuft? SPD will Schäubles Kahlschlag vereiteln

Laut Haushaltsentwurf des Finanzministeriums, der bereits in erster Lesung im Bundestag behandelt wurde, soll das Sachmittel-Budget der Bundeszentrale für politische Bildung um fünf Millionen Euro oder 30 Prozent gekürzt werden. Die Einsparung geht auf Vorschläge des CDU-geführten Innenministeriums zurück.

Irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass gerade in heutigen Zeiten an politischer Bildung in Deutschland gespart werden sollte. Im Gegenteil: Der der Etat sollte kräftig aufgestockt werden, um noch etwas demokratisches Bewusstsein zu retten. Sonst informieren sich die jungen Menschen nur noch im Privatfernsehen. Und wer zahlt dann die ganzen “Ersatz-Schulbücher”, die einem die ganze Schulkarriere aufgrund knapper Klassen immer begleitet haben?

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Deutschland, e-Democracy, Jugendschutz? und getagged , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

5 Kommentare

  1. Erstellt am 30. Mai 2006 um 16:20 | Permanent-Link

    Herzlichen Dank für die Info. Ich frage mich, wo dieser Mensch sein Gehirn hat. Erst Sprachkurse für MigrantInnen zusammenkürzen und dann auch noch die BPB. Langsam muss ich an die schwarzbraune Verschwörung glauben, wenn das so weiter geht.

    *würg*

  2. Marcel
    Erstellt am 30. Mai 2006 um 20:18 | Permanent-Link

    don’t forget about streitkräfte im innern.

  3. Erstellt am 31. Mai 2006 um 10:53 | Permanent-Link

    Es gibt Dinge, die sind einfach so unglaublich, dass man es nicht nur nicht glauben will, sondern dass man es einfach nicht glauben kann, weil es einfach zu grundsätzlich gegen jeden gesunden Menschenverstand verstößt.

    Man kann von Schäuble (natürlich) halten was man will. Aber ausgerechnet in einem Jahr, in dem ich-weiß-nicht-wie-viel Geld vom Bund für Fußball ausgegeben wird, da ist eine solche Meldung, ein solcher Vorschlag einfach unfassbar.

    Nicht das ich etwas gegen Fußball hätte, aber in einer Zeit die sich einerseits durch eine unglaubliche Theoriefeindlichkeit auszeichnet, gleichzeitig aber eine ungekannte Theorieflut hervorbringt, in einer Zeit, die sowohl innen-, wie auch außenpolitisch kaum zu durchschauen ist, in einer Zeit, da sich die Zeitungen (ja, auch die großen ‘seriösen’) nachweislich fast nur noch aus Agenturmeldungen und Pressekonferenzen ernähren, in einer Zeit, da der Bürger ohnehin große Probleme hat, sich noch irgendwie zu orientieren … in einer solchen Zeit das gewissermaßen öffentlich-rechtliche Aushängeschild, das Aushängeschild des Bildungsauftrags zu vernichten, ist schlichtweg ein Zeichen weltverblendeter Dummheit.

  4. Erstellt am 31. Mai 2006 um 10:54 | Permanent-Link

    Hätte Schäuble doch nur in jungen Jahren an einer Schulung der BpB teilgenommen. Dann bliebe uns das hier erspart: http://www.zeit.de/2005/46/Sch_8auble
    Wie es scheint, muss ich meine Meinung über Schäuble so schnell nicht revidieren. vgl. http://37sechsblog.de/?p=274#more-274

  5. Ph
    Erstellt am 31. Mai 2006 um 19:12 | Permanent-Link

    Blanker Wahnsinn. Was nun? Wenn daraufhin jetzt nichts passiert, ist genau das ein Grund, warum wir die BpB brauchen.

Ein Trackback

  1. [...] … lassen sich leichter beherrschen regieren, – und können leichter regieren – wenn man Geld für die politische Bildung spart: [...]

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.