Wahlkampf mit Wikipedia

Das ist ja lustig, was ich eben bei Joerg Olaf Schaefers gefunden habe. Und zwar meldet das SPD-NRW-Blog, dass aus dem IP-Bereich des Bundestages bei Wikipedia an den Seiten von Peer Steinbrück und Jürgen Rüttgers herumgepfuscht wurde. Bei Steinbrück wurden aus ehrenamtlichen Tätigkeiten “Nebenverdienste” und bei Rüttgers fiel mal eben die Kritik an seinen Katholizismus-Verherlichungen raus. Tja, schade für die Union, dass der “Helfer” im Bundestag anscheinend zu blöd war, einen Anonymizer zu verwenden. Ist vielleicht von schwarzer Seite her auch politisch unkorrekt. Datenschutz soll ja schlecht für die Sicherheit sein…

Aus schwarzer Sicht könnte man aber auch die Verschwörungstheorie spinnen, dass ein SPDler dies absichtlich gemacht hat, um dem SPD-Blog kurz vor der Wahl nochmal ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen. Meine Vermutung ist, dass dies ein übereifriger Praktikant war, der sich jetzt ärgert, dass er den Sozen einen Mini Web-Skandal geliefert hat. Wir werden es niemals rausfinden. Aber eigentlich ist es auch nur normaler Alltag bei der Wikipedia. Und alles ist wieder von anderen Menschen bereinigt und korrigiert worden.

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Ein Trackback

  1. Von Wikipedistik » Ministerium für Wahrheit am 16. Juni 2006 um 15:37

    [...] Im Mai 2005 – kurz vor dem nordrhein-westfälischen Wahlkampf – wurde unter anderem ein wenig an den Artikeln von Peer Steinbrück und Jürgen Rüttgers geschraubt. Diese Änderungen gingen von IPs aus dem deutschen Bundestag aus. Nachdem das Thema zuerst in der Blogosphäre aufgegriffen wurde (etwa yamb, netzpolitik.org, …) schwappte es dann auch sehr schnell in die Presse über – als erstes z.B. in die Netzzeitung. Eine gute Zusammenfassung der ganzen Geschichte gibt der Artikel von Torsten Kleinz bei Telepolis. [...]

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